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Theresia Wider

Theresia Wider (* 21. April 1937 in Reigersfeld, Oberschlesien; † 17. Februar 2012 in Potsdam) war eine deutsche Schauspielerin.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Kurzporträt
  2. 2. Ausbildung und Theaterarbeit
  3. 3. Film und Fernsehen
  4. 4. Ausgewählte Rollen und Produktionen

Kurzporträt

Theresia Wider (* 21. April 1937 in Reigersfeld, Oberschlesien; † 17. Februar 2012 in Potsdam) war eine deutsche Schauspielerin. Sie arbeitete vor allem für Theater, DEFA-Film, DDR-Fernsehen und als Synchronsprecherin. Bekannt wurde sie weniger durch große Starrollen als durch viele Nebenrollen und Charakterrollen, etwa als Krankenschwester oder Arbeitskollegin.

Ausbildung und Theaterarbeit

Von 1955 bis 1958 studierte Wider Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Babelsberg. Ihr erstes Theaterengagement hatte sie am Theater Magdeburg, das damals „Maxim-Gorki-Theater Magdeburg“ hieß. Von 1960 bis 1965 war sie am Hans Otto Theater in Potsdam engagiert.

Nach der politischen Wende 1989 wandte sie sich wieder stärker dem Theater zu. Bis 1997 stand sie im Potsdamer THEA-Theater auf der Bühne.

Film und Fernsehen

Ab 1958 spielte Theresia Wider in zahlreichen DEFA-Filmen und Produktionen des DDR-Fernsehens. DEFA war die staatliche Filmgesellschaft der DDR. 1960 stand sie in Hans Luckes Film „Sommerwege“ in der Hauptrolle der „Tochter des Helden“ vor der Kamera. Dieser Film kam wegen eines Verbots der SED nie zur Aufführung; in der Filmografie wird er mit „1960/2014“ genannt.

Während ihrer Karriere arbeitete Wider freischaffend für Film und Fernsehen sowie als Synchronsprecherin. Sie spielte vor allem Nebenrollen. Der Artikel beschreibt sie in solchen Rollen als „disziplinierte Ensembleschauspielerin“, also als Schauspielerin, die zuverlässig innerhalb eines gesamten Schauspielerensembles wirkte.

Ausgewählte Rollen und Produktionen

Die Filmografie zeigt eine sehr lange Tätigkeit von 1958 bis 2000. Zu den frühen Arbeiten gehören „Das Lied der Matrosen“ (1958), „Ware für Katalonien“ (1959), „Papas neue Freundin“ (TV, 1960), „Der Fall Gleiwitz“ (1961), „Jetzt und in der Stunde meines Todes“ (1963) und der unvollendete Film „Christine“ (1963).

In den 1970er Jahren trat Wider in vielen Kino- und Fernsehproduktionen auf, darunter „Die gefrorenen Blitze“ (1967), „Das siebente Jahr“ (1969), „Zeit der Störche“ (1971), „Die gestohlene Schlacht“ (1972), „Zement“ (Fernsehfilm, zwei Teile, 1973), „Der Leutnant vom Schwanenkietz“ (Fernsehdreiteiler, 1974), „Schwester Agnes“ (Fernsehfilm, 1975), „Zur See“ (Fernsehserie, 1977), „Die Flucht“ (1977), „Sabine Wulff“ (1978) und „Addio, piccola mia“ (1979).

In den 1980er Jahren spielte sie unter anderem in „Der Baulöwe“ (1980), „Levins Mühle“ (1980), „Sing, Cowboy, sing“ (1981), „Sabine Kleist, 7 Jahre…“ (1982), „Das Fahrrad“ (1982), „Kaskade rückwärts“ (1984), „Das Schulgespenst“ (1986), „Die Alleinseglerin“ (1987), „Kai aus der Kiste“ (1988), „Grüne Hochzeit“ (1989) und „Pestalozzis Berg“ (1989). Mehrfach wirkte sie auch in der Fernsehreihe „Polizeiruf 110“ mit, etwa in „Der Einzelgänger“ (1980), „Alptraum“ (1981), „Verführung“ (1985), „Still wie die Nacht“ (1988), „Der Wahrheit verpflichtet“ (1989), „Der Fall Preibisch“ (1991) und „Das Treibhaus“ (1991).

Nach 1990 ist sie in der Auswahl noch in „Abschiedsdisco“ (1990), „Klein, aber Charlotte“ (Fernsehserie, eine Folge, 1990), „Wie ich Vatis Auto verborgte“ (Fernsehfilm, 1990), „Zwischen Pankow und Zehlendorf“ (1991), „Das Mädchen aus dem Fahrstuhl“ (1991), „Farßmann oder Zu Fuß in die Sackgasse“ (1991) und „Die Stille nach dem Schuss“ (2000) verzeichnet.

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