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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Telestichon

Das Telestichon gehört, wie das Akrostichon, das Mesostichon und das Akroteleuton sowohl zu den Kryptogrammen, also Geheimtexten, als auch zur Kategorie …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Definition und Einordnung
  2. 2. Beispiele in Gedichten

Definition und Einordnung

Ein Telestichon ist ein Text, zum Beispiel ein Gedicht, bei dem die Endbuchstaben der Zeilen von oben nach unten gelesen ein Wort ergeben. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Endwörter der Zeilen zusammen einen Satz bilden.

Das Telestichon ist zugleich ein Kryptogramm, also ein Geheimtext, und eine rhetorische Figur, also ein sprachliches Gestaltungsmittel. Es ist verwandt mit dem Akrostichon, dem Mesostichon und dem Akroteleuton. Außerdem kann es als Form der Steganographie dienen: Dabei wird eine Nachricht so in einen anderen Zusammenhang eingebettet, dass sie nicht sofort auffällt. In der Lyrik kommt das Telestichon unter anderem in Lobgedichten oder als Widmung vor.

Beispiele in Gedichten

Der Artikel nennt zwei Gedichte von Josef Mahlmeister aus Kunterbunte Gedichte von 1985.

In „Ode an meine Katze“ ergeben die Endwörter beziehungsweise Endbestandteile der Zeilen mehrfach das Wort „Katze“. Das passt zum Inhalt des Gedichts, das eine Katze beschreibt und lobt.

In „Herbsträtsel“ beschreiben die Zeilen Dinge, die rot, grün und gelb leuchten, ohne Flügel fliegen, im Wind tanzen und Alleen verschönern. Die Endbuchstaben der Zeilen führen zur Lösung des Rätsels: Gemeint sind „Blätter“.

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