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Synapseneliminierung
Mit Synapseneliminierung wird generell das Absterben von synaptischen Verbindungen bezeichnet, was im Gegensatz zur Synaptogenese steht. Zusammen mit dieser …
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Bedeutung der Synapseneliminierung
Synapseneliminierung bezeichnet das Absterben synaptischer Verbindungen, also der Kontaktstellen zwischen Nervenzellen. Sie ist das Gegenstück zur Synaptogenese, der Bildung neuer Synapsen. Beide Vorgänge bilden zusammen eine Grundlage der neuronalen Plastizität: Das Gehirn kann seine Verbindungen verändern und an Anforderungen anpassen.
Auswahl und Stabilisierung von Synapsen
Welche Synapsen erhalten bleiben und welche abgebaut werden, entscheidet sich nach der Hebbschen Lernregel: Je öfter Neuronen gemeinsam feuern, desto stärker wird ihre Verbindung. Starke Verbindungen bleiben deshalb bestehen; schwache oder nicht vorhandene Verbindungen werden eliminiert.
Dabei wird zwischen erfahrungserwartender und erfahrungsabhängiger Plastizität unterschieden. Manche Verbindungen müssen durch Erfahrungen gestärkt werden, damit sie nicht abgebaut werden. Das Sehen gehört dazu: Wird ein Lebewesen in einem Kaspar-Hauser-Versuch vollständig dunkel aufgezogen, verkümmern die Synapsen des visuellen Kortex. Später kann der Organismus selbst in einer visuell anregenden Umwelt keine Dinge mehr visuell wahrnehmen. Die Synaptogenese des visuellen Kortex ist daher erfahrungserwartend.
Erfahrungsabhängige Synaptogenese meint dagegen die Bildung von Synapsen durch Erfahrungen, die ein Organismus nicht automatisch macht, anders als Sehen, Hören und Fühlen. Ein Beispiel ist die Bildung von Synapsen beim Erlernen einer Fremdsprache.
Pruning als Feinabstimmung
Pruning ist eine besondere Form der Synapseneliminierung. Es dient der Feinabstimmung synaptischer Verbindungen, indem redundante oder nicht mehr funktionale Verbindungen abgebaut werden. Dadurch steigt die Effizienz neuronaler Netzwerke.
Im primären visuellen Kortex (BA17) sind Neuronenverbände, die jeweils für das andere Auge zuständig sind, fast vollständig voneinander abgetrennt. Zu Beginn der Gehirnentwicklung ist dies noch nicht der Fall. Pruning tritt bei Säugetieren, einschließlich des Menschen, zwischen früher Kindheit und Pubertät auf und wird durch Umwelterfahrungen beeinflusst.