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Spinndrüse
Die Spinndrüse ist jenes Organ, mit dem Spinnen die Spinnenseide synthetisieren. Üblicherweise findet es sich im Innern des Opisthosomas, im …
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Funktion und Lage
Die Spinndrüse ist ein Organ, mit dem Spinnen Spinnenseide synthetisieren, also herstellen. Sie liegt üblicherweise im Innern des Opisthosomas, dem Hinterleibssegment der Tiere. Bei Webspinnen tritt die Spinnenseide an den Spinnwarzen auf der Unterseite des Opisthosomas aus.
Bildung der Spinnenseide
In den Spinndrüsen befindet sich eine Seidenlösung. Diese enthält eine sehr hohe Polymerkonzentration und Natriumchlorid. Aus dieser Lösung entstehen die Spinnenfäden.
Das Natriumchlorid unterdrückt die Oligomerbildung. Oligomere sind kleine Verbände aus wenigen Molekülbausteinen; ihre Bildung setzt ein, wenn das Kochsalz entfernt wird. Wird die Seidenlösung durch die Spinndrüsen nach außen gedrückt, entrollen sich die zunächst noch dicht beieinander liegenden Proteine. Danach wird die Spinnenseide durch die Spinnwarzen nach außen geführt.
Unklare Nachweise
Spinndrüsen an den Füßen großer Spinnen wurden oft vermutet, zum Beispiel bei der Gestreiften Guatemala-Vogelspinne. Sie sollten möglicherweise als Kletterhilfe dienen. Ein eindeutiger Nachweis dafür konnte jedoch nicht erbracht werden.
Der Artikel weist außerdem selbst darauf hin, dass er inhaltlich unvollständig ist: Spinndrüsen gibt es nicht nur bei Spinnen, sondern beispielsweise auch bei Schmetterlingsraupen. Dieser Aspekt wird im Artikel aber nicht näher ausgeführt.