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Shvetambaras
Doch auch die Shvetambaras leben prinzipiell nach dem Gebot der ahimsa, der Gewaltlosigkeit und dem Respekt gegenüber allen Lebewesen. ... Heinrich Zimmer: …
Shvetambaras und ihre Lebensführung
Die Shvetambaras sind eine Gruppe innerhalb des Jainismus. Zu ihnen gehören auch Mönche, doch bilden sie vor allem die große Gruppe der Laien innerhalb der Jaina-Gemeinde. Im Vergleich zu den Digambaras vertreten sie eher gemäßigte Standpunkte.
Grundlegend ist das Gebot der ahimsa, also der Gewaltlosigkeit und des Respekts gegenüber allen Lebewesen. Um nicht versehentlich Insekten zu töten, tragen Shvetambaras häufig einen weißen Mundschutz oder fegen den Boden, bevor sie ihn betreten.
Als Idealbild vieler Jainas gilt der Jaina-Asket Bahubali beziehungsweise Gomateshvara. Im Heiligtum von Shravanabelagola bei Mysuru ist er nach Digambara-Sitte völlig unbekleidet dargestellt. Seine bewegungslose Meditation wird dadurch veranschaulicht, dass sich an seinem Körper Ranken emporwinden; dieses Ideal teilen auch Shvetambaras.
Die Gebote der Gewaltlosigkeit und Bewegungslosigkeit führten dazu, dass Jainas meist in „sitzenden“ und exklusiven Berufen wie Handel oder Juwelierwesen tätig waren beziehungsweise sind. Zusammen mit einer weitgehend asketischen Lebensführung trug dies dazu bei, dass viele Shvetambara-Familien wohlhabend wurden. Mit großen Geldmitteln finanzierten sie aufwendig gestaltete Tempelbauten und Restaurierungen, beispielsweise in Mount Abu, Ranakpur und Jaisalmer. Diese Tempel werden auch von Digambaras besucht.