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Schweizerische Gesellschaft für Neue Musik
Die Schweizerische Gesellschaft für Neue Musik (SGNM; frz. Société Suisse de Musique Contemporaine, SSMC; ital. Società Svizzera per la Musica Contemporanea, …
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Kern und Aufgabe
Die Schweizerische Gesellschaft für Neue Musik (SGNM; französisch Société Suisse de Musique Contemporaine, SSMC; italienisch Società Svizzera per la Musica Contemporanea, SSMC) war eine Gesellschaft zur Förderung zeitgenössischer Musik. Sie bestand von 1996 bis 2025. Zeitgenössische Musik meint hier Neue Musik, also Musik der Gegenwart, die besonders durch entsprechende Ensembles, Festivals und Fachorganisationen unterstützt wird.
Von 1996 bis 2025 führte die SGNM/SSMC das Mandat der ISCM Switzerland. Diese ist die Schweizer Sektion der International Society for Contemporary Music (ISCM), auf Deutsch Internationale Gesellschaft für Neue Musik (IGNM). Die ISCM ist ein weltweiter Dachverband und wird im Artikel als älteste internationale Dachorganisation zur Förderung der Neuen Musik bezeichnet. Die SGNM/SSMC war Mitglied dieses Dachverbandes. Zu ihren Mitgliedern gehörten verschiedene Veranstalter und Ensembles für Neue Musik sowie die meisten Schweizer IGNM-Ortsgruppen.
Entstehung und Mitglieder
Die SGNM/SSMC wurde 1996 von Jean-Luc Darbellay im Künstlerhaus Boswil gegründet. Sie übernahm dabei die Rolle als neue Mandatsträgerin der ISCM Switzerland. Vorher war dieses Mandat von 1922 bis 1995 vom Schweizerischen Tonkünstlerverein STV/ASM geführt worden.
Zur SGNM/SSMC gehörten Schweizer IGNM-Ortsgruppen in Basel, Zürich, Bern, Lausanne, La Chaux-de-Fonds, Luzern, in der Zentralschweiz, in St. Gallen und im Wallis. Außerdem waren verschiedene Festivals und Ensembles für Neue Musik Mitglieder. Damit verband die Gesellschaft regionale Gruppen und professionelle Akteure, die Neue Musik in der Schweiz aufführten, organisierten oder förderten.
Aktivitäten und Auflösung
Eine wichtige Tätigkeit der SGNM/SSMC war die Organisation größerer Veranstaltungen für Neue Musik. Besonders genannt werden die ISCM World Music Days 2004, die in der ganzen Schweiz stattfanden. Sie wurden unter der Leitung von Mathias Steinauer organisiert.
Im Jahr 2025 wurde das Mandat der ISCM Switzerland auf die Schweizer Musikedition SME/EMS übertragen. Im selben Jahr wurde die SGNM/SSMC aufgelöst. Damit endete ihre Tätigkeit nach der Zeit von 1996 bis 2025.
ISCM Switzerland
Die ISCM Switzerland ist die Schweizer Sektion der ISCM. Sie wurde im Oktober 1922 auf Initiative des Winterthurer Mäzens Werner Reinhart gegründet und gehörte zu den weltweit ersten Landessektionen der ISCM. Werner Reinhart war bereits als erster ISCM-Generalsekretär maßgeblich an der Gründung des internationalen Dachverbandes im Juni 1922 beteiligt.
Gründungspräsident der ISCM Switzerland war Volkmar Andreae aus Zürich. Er war damals Präsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins STV, außerdem Komponist und Dirigent. Das Sektionsmandat wurde von 1922 bis 1995 vom Schweizerischen Tonkünstlerverein STV/ASM geführt, von 1996 bis 2025 von der SGNM/SSMC und ab 2025 von der Schweizer Musikedition SME/EMS.
Weltmusiktage in der Schweiz
Die Schweizer ISCM-Sektion war laut Artikel bis dahin insgesamt sechsmal Gastgeberin der ISCM World Music Days, auf Deutsch Weltmusiktage. Diese internationalen Veranstaltungen fanden in der Schweiz in folgenden Jahren und Städten statt: 1926 in Zürich, 1929 in Genf, 1957 in Zürich, 1970 in Basel, 1991 in Zürich sowie 2004 als ISCM World Music Days 2004 in der ganzen Schweiz.
Präsidenten
Die Präsidenten der SGNM werden im Artikel mit ihrem Antrittsjahr genannt: Jean-Luc Darbellay ab 1996, Max E. Keller ab 2007, Nicolas Farine ab 2010 und Javier Hagen ab 2014.