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Robert Thomas Sanderson
1951 schlug er das Konzept der Angleichung der Elektronegativität (definiert nach Mulliken) von zwei Atomen in Verbindungen vor. Sanderson wandte dieses Konzept …
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Robert Thomas Sanderson und sein Beitrag zur Chemie
Robert Thomas Sanderson (* 1912; † 1989) war ein US-amerikanischer Chemiker. Seine Arbeitsgebiete waren die anorganische Chemie, die Elektronegativität und die Theorie chemischer Bindungen. Er studierte an der Yale University und erwarb dort 1934 den Bachelor-Abschluss. 1939 promovierte er an der University of Chicago über die Chemie von Bor. Anschließend arbeitete er in den Forschungslaboratorien von Texaco und war später Professor an der Arizona State University in Tempe.
1951 schlug Sanderson das Konzept der Angleichung der Elektronegativität vor. Dabei wird Elektronegativität nach Mulliken definiert. Das Konzept beschreibt die Angleichung der Elektronegativität zweier Atome, wenn sie in einer Verbindung vorkommen.
Sanderson nutzte dieses Konzept zur Berechnung von Eigenschaften polarer kovalenter Bindungen. Eine polare kovalente Bindung ist eine Bindung, bei der die bindenden Elektronen zwischen den Atomen ungleich verteilt sind. Mit seiner Methode konnten unter anderem Teilladungen an den Bindungspartnern sowie Ionenradien in Molekülen und Festkörpern zugewiesen werden. Außerdem entwickelte Sanderson eine eigene Elektronegativitätsskala. Er wird meist als R. T. Sanderson zitiert.
Sanderson verfasste mehrere Lehrbücher und Monographien. Zudem hatte er eine eigene Firma, die beispielsweise Poster mit Sicherheitsinformationen für Labore anbot.
Schriften
Zu Sandersons Büchern gehören „Vacuum Manipulation of Volatile Compounds“ (Wiley, 1949), „Chemical Periodicity“ (Reinhold, 1960), „Inorganic Chemistry“ (Reinhold, 1967), „Chemical Bonds and Bond Energy“ (Academic Press, 1970), „Polar Covalence“ (Academic Press, 1983) und „Simple Inorganic Substances“ (Krieger, 1989).
Zu seinen Aufsätzen zählen „Models for demonstrating electronegativity and ‚partial charg‘e“ im Journal of Chemical Education, Band 36 (1959), Heft 10, sowie „Chemical principles revisited: Principles of electronegativity“ in zwei Teilen im Journal of Chemical Education, Band 65 (1988), S. 112–118 und 227–231. Weitere Artikel sind „Electronegativity and Bond Energy“ im Journal of the American Chemical Society, Band 105 (1983), S. 2259–2261, „Electronegativity and bonding of transitional elements“ in Inorganic Chemistry, Band 25 (1986), Heft 19, und „The inert-pair effect on electronegativity“ in Inorganic Chemistry, Band 25 (1986), Heft 11.