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Religious Order of the Sisters of Mercy

Der Religious Order of the Sisters of Mercy (RSM) (deutsch: religiöser Orden der Schwestern der Barmherzigkeit) in Deutschland: Barmherzige Schwestern ist …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Profil und Gründung
  2. 2. Aufgaben und religiöse Grundlagen
  3. 3. Missbrauchsskandal in Irland
  4. 4. Internationale und deutsche Einrichtungen

Profil und Gründung

Der Religious Order of the Sisters of Mercy (RSM), auf Deutsch „religiöser Orden der Schwestern der Barmherzigkeit“ beziehungsweise „Barmherzige Schwestern“, ist ein katholisches Ordensinstitut. Es wurde 1831 von Catherine McAuley (1778–1841) in Dublin, Irland, gegründet. Im Jahr 2003 hatte der Orden weltweit ungefähr 10.000 Mitglieder. Die Mitglieder sind in verschiedenen Kongregationen organisiert.

Der Ursprung der Gemeinschaft liegt in einem Haus der Barmherzigkeit in Dublin. Catherine McAuley verwendete dafür ein geerbtes Vermögen. Das Haus bot armen Frauen und Kindern erzieherische, religiöse und soziale Dienstleistungen an. Weil solche Aufgaben traditionell von Nonnen und nicht von Laien übernommen wurden, entstand örtlicher Widerstand. Die kirchliche Verwaltung stimmte schließlich der Gründung eines nicht klausurierten Ordensinstituts zu. Nicht klausuriert bedeutet, dass die Schwestern nicht dauerhaft auf einen abgeschlossenen Klosterbereich beschränkt sind.

Die Schwestern wurden deshalb als „Walking Nuns“ („Laufende Nonnen“) bekannt: Sie konnten sich auch außerhalb von Klostermauern um arme Menschen kümmern. Das ursprüngliche Haus in der Lower Baggot Street in Dublin besteht noch heute und wird als Mercy International Centre genutzt.

Aufgaben und religiöse Grundlagen

Die Barmherzigen Schwestern RSM bilden eine international tätige Gemeinschaft römisch-katholischer Frauen. Ihre zentrale Aufgabe ist die Unterstützung von Menschen, die unter Armut, Krankheit oder mangelnder Bildung leiden. Besonderes Augenmerk richten sie auf Frauen und Kinder.

Die Schwestern verpflichten sich zu den Evangelischen Räten, also zu religiösen Lebensregeln, die Armut, ehelos gelebte Keuschheit und Gehorsam umfassen. Zugleich betonen sie den Dienst am Mitmenschen und die Teilnahme am Leben ihrer jeweiligen Umgebung.

Viele Schwestern arbeiten als Lehrerinnen, in der Krankenpflege oder im Gemeindedienst. Darüber hinaus beteiligt sich die Gemeinschaft aktiv an politischen Prozessen. Ihre Tätigkeit umfasst damit sowohl unmittelbare soziale Hilfe als auch Bildung, Gesundheitsversorgung, Gemeindearbeit und gesellschaftliches Engagement.

Missbrauchsskandal in Irland

Der Orden in Irland wurde im Zusammenhang mit dem irischen Missbrauchsskandal bekannt. Dabei ging es um den systematischen seelischen, körperlichen und sexuellen Missbrauch tausender Kinder in Heimen. Der Skandal betraf Einrichtungen der katholischen Kirche und wurde über Jahrzehnte hinweg durch die dortigen Misshandlungen geprägt.

Der ehemalige irische Premierminister Bertie Ahern sowie Kardinal Seán Brady, Primas von Irland und Erzbischof von Armagh, entschuldigten sich mehrfach öffentlich für den jahrzehntelangen, unter anderem sexuellen Missbrauch.

In Deutschland wurde der Skandal unter anderem durch den mehrfach ausgezeichneten Film „Die unbarmherzigen Schwestern“ bekannt. Der Film schildert die Misshandlungen in den maßgeblichen Magdalenenheimen, den Magdalene Laundries („Magdalenen-Wäschereien“).

Das Ausmaß und die Dauer der Kindesmisshandlungen in Einrichtungen der katholischen Kirche in Irland wurden 2009 durch den Ryan-Bericht und den Murphy-Bericht offiziell bestätigt. Infolge der Berichte traten mehrere irische Bischöfe zurück. Nach der Veröffentlichung kündigten die Sisters of Mercy in Irland außerdem an, den Opfern des Missbrauchs eine Entschädigung von 128 Millionen Euro zu zahlen.

Internationale und deutsche Einrichtungen

Die Barmherzigen Schwestern RSM sind als religiöse und karitative Organisation in mehreren Staaten tätig. Ihr Schwerpunkt liegt in englischsprachigen Ländern: Irland, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika, Australien und Neuseeland.

1965 entsandte eine Gruppe von Schwestern aus Burlingame in Illinois, USA, Schwestern nach Peru. Dies zeigt die internationale Ausbreitung der Gemeinschaft über ihre ursprünglichen Tätigkeitsgebiete hinaus.

In Deutschland führen die Barmherzigen Schwestern von Alma, englisch „Religious Sisters of Mercy“ (RSM), die in der Tradition von Catherine McAuley stehen, seit 1990 die „Begegnungs- und Beratungsstätte“ am Liebfrauenplatz in Mainz. Dabei handelt es sich um eine psychologische Praxis. 1992 übernahmen sie außerdem das als „Kloster Breuberg“ bekannte St. Marienhaus in Breuberg in Hessen.

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