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Rekombinationshäufigkeit
Die Rekombinationshäufigkeit, auch Rekombinationsfrequenz genannt (Formelzeichen θ), ist ein Begriff der Genetik und Maß der Häufigkeit mit der Genkopplung …
Bedeutung und Zusammenhang mit der Genkartierung
Die Rekombinationshäufigkeit oder Rekombinationsfrequenz (Formelzeichen θ) ist ein Maß aus der Genetik. Sie beschreibt per Definition die Wahrscheinlichkeit, dass zwischen zwei Genen während der Meiose ein Crossing-over stattfindet. Ein Crossing-over ist der Austausch von Chromosomenabschnitten.
An der Rekombinationshäufigkeit lässt sich erkennen, ob zwei Gene wahrscheinlich derselben Kopplungsgruppe angehören, also gekoppelt vererbt werden. Bei einer Rekombinationshäufigkeit von 50 % oder mehr wird angenommen, dass die Gene nicht miteinander gekoppelt sind.
Die Rekombinationshäufigkeit hängt eng mit der genetischen Nähe zweier Gene zusammen. Für die Genkartierung gilt: Eine Rekombinationshäufigkeit von 0,01 entspricht einem Abstand von einem Centimorgan. Die so bestimmten Abstände unterschätzen die tatsächliche Distanz zweier Gene jedoch meist. Ursache ist die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines doppelten oder eines beliebig geradzahligen Crossing-overs. Genetische Nähe muss außerdem nicht mit räumlicher Nähe übereinstimmen.