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Reine Farbe

Eine reine Farbe ist besonders bunt, intensiv, leuchtend und gesättigt. Es kann sich um eine Lichtfarbe oder eine Körperfarbe handeln.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Grundunterscheidung
  2. 2. Reine Lichtfarbe
  3. 3. Reine Körperfarbe

Begriff und Grundunterscheidung

Eine reine Farbe ist besonders bunt, intensiv, leuchtend und gesättigt. Man unterscheidet zwischen reinen Lichtfarben und reinen Körperfarben. Lichtfarben sind Farben des Lichts; Körperfarben entstehen durch die Wirkung eines Körpers auf auftreffendes Licht, indem er Licht bestimmter Wellenlängen reflektiert oder durchlässt.

Reine Lichtfarbe

Eine reine Lichtfarbe, auch monochromatische Lichtfarbe, spektralreines Licht oder reine Spektralfarbe genannt, besteht nur aus Wellen einer einzigen elektromagnetischen Wellenlänge. Sie gehört zu den Spektralfarben. Weißes Licht kann durch ein Prisma in einzelne Spektralfarben zerlegt werden. Die Gesamtheit dieser nebeneinander angeordneten Spektralfarben bildet das Spektrum. Eine Spektralfarbe lässt sich nicht weiter in andere Farben zerlegen.

Weiß ist keine reine Lichtfarbe, sondern eine Mischfarbe aus zwei Komplementärfarben, mehreren Farben, zum Beispiel drei Primärfarben, oder aus allen Spektralfarben. Magenta und seine Nachbarfarben kommen im Spektrum nicht vor. Sie können aus den Randfarben Rot und Violett hergestellt werden und sind deshalb Mischfarben. Schwarz gilt als keine Farbe, weil dabei kein Licht vorhanden ist.

Reine Körperfarbe

Eine reine Körperfarbe, auch Optimalfarbe oder Vollfarbe genannt, ist eine Körperfarbe mit optimaler Leuchtkraft und Sättigung. Zu den reinen Körperfarben zählen die unendlich vielen Farben in Anlehnung an das Spektrum, zusätzlich Magenta, die Magenta-Violett- und Magenta-Rot-Töne sowie Schwarz und Weiß. Schwarz und Weiß können dabei als reine Nichtfarben bezeichnet werden.

Im Allgemeinen reflektiert oder transmittiert eine reine Körperfarbe Lichtwellen mehrerer Wellenlängen. Nur spezielle Farbfilter lassen Licht mit einer einzigen Wellenlänge durch. In einer Farbkugel liegen reine Körperfarben beispielsweise auf dem Äquator und an den Polen.

Die praktische Herstellung reiner Körperfarben war lange schwierig. Bis ins 17. Jahrhundert gab es kaum stabile Farbstoffe und leuchtende Farben. Erst im 19. Jahrhundert wurden Anilinfarben entwickelt, die eine bis dahin nicht gekannte Brillanz und Leuchtkraft besaßen.

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