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Rat der Arbeitswelt

Er soll Politik, Unternehmen und Öffentlichkeit regelmäßig über den Wandel der Arbeitswelt informieren und beraten. Einmal jährlich soll das Gremium …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Arbeitsweise
  2. 2. Arbeitswelt-Bericht und Positionspapier
  3. 3. Mitglieder und frühere Mitglieder

Aufgabe und Arbeitsweise

Der Rat der Arbeitswelt ist ein interdisziplinär zusammengesetztes Expertengremium, das von einem deutschen Bundesarbeitsminister berufen wird. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales stellte das Gremium Anfang 2020 der Öffentlichkeit vor. Hubertus Heil berief dafür Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Vertreter des Handwerks, der Arbeitgeber, der Gewerkschaften und der Betriebsräte.

Der Rat soll Politik, Unternehmen und Öffentlichkeit regelmäßig über den Wandel der Arbeitswelt informieren und beraten. Grundlage seiner Arbeit ist ein Mandat, innerhalb dessen er unabhängig agiert. Unterstützt wird er durch eine Geschäftsstelle. Dort arbeiten Mitarbeitende der Prognos AG, des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen zusammen.

Der Rat ist außerdem unter @Rat_Arbeitswelt auf Twitter vertreten. Das Arbeitswelt-Portal, der digitale Heimathafen des Rats, ist unter „Arbeitswelt-Portal“ auf LinkedIn präsent.

Arbeitswelt-Bericht und Positionspapier

Eine zentrale Aufgabe des Rats ist der regelmäßig erscheinende Arbeitswelt-Bericht. Der Rat verantwortet den Bericht, übergibt ihn dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), und das Ministerium veröffentlicht ihn. Der Bericht soll Veränderungen der Arbeitswelt veranschaulichen sowie Zusammenhänge und Anknüpfungspunkte für die betriebliche Arbeitswelt aufzeigen. Er richtet sich sowohl an Praktiker der Arbeitswelt als auch an die breite Öffentlichkeit.

Der erste Arbeitswelt-Bericht erschien im Mai 2021. Er behandelte schwerpunktmäßig vier Themen: den „Betrieb als sozialen Ort“, „Erwerbsformen in der Krise“, „Berufliche Pflege“ sowie „Lebenslanges Lernen als Zukunftsfaktor“. Der Bericht wurde teilweise kritisiert. Alexander Zumkeller erklärte, er halte ihn für wenig ausgewogen.

Im Januar 2022 veröffentlichte der Rat sein erstes Positionspapier: „Der Betrieb als sozialer Ort – Entwicklungen. Herausforderungen. Empfehlungen“. Bereits im Arbeitswelt-Bericht hatte der Rat Empfehlungen formuliert, wie der Betrieb in seiner Funktion als sozialer Ort erhalten und gestärkt werden kann. Das Positionspapier griff diese Empfehlungen vor dem Hintergrund der abklingenden Pandemie auf, reflektierte sie und ergänzte sie. Vorgestellt wurde es am 20. Januar 2022 in Wolfsburg im Rahmen einer Paneldiskussion. Die Veranstaltung wurde per Livestream auf das Arbeitswelt-Portal übertragen.

Mitglieder und frühere Mitglieder

Die Zusammensetzung des Rats verbindet wissenschaftliche, betriebliche, wirtschaftliche und arbeitsmarktbezogene Perspektiven. Zu den seit 2020 amtierenden Mitgliedern gehören Michaela Evans, Sinischa Horvart, Matthias Möreke, Sabine Pfeiffer, Isabel Rothe und Ulrich Walwei. Evans ist Sozialwissenschaftlerin am Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule, Horvart Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der BASF SE, Möreke stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des VW-Werks Braunschweig. Pfeiffer ist Soziologin an der Universität Erlangen, Rothe Präsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und Walwei Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Im Juni 2022 berief Hubertus Heil sechs neue Experten in den Rat. Im Mitgliederverzeichnis werden als seit 2022 amtierende Mitglieder Melanie Arntz, Sascha Stowasser, Anna Kaiser, Franz Donner und Wolfgang Schroeder genannt. Arntz arbeitet am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und ist Leibniz-Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg. Stowasser ist Direktor des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft und Professor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Kaiser ist Geschäftsführerin und Gründerin von Tandemploy sowie Vice President Strategy & Innovation bei Phenom. Donner ist Of Counsel bei Pusch Wahlig Workplace Law. Schroeder ist Professor an der Universität Kassel und Fellow am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB).

2021 verließen drei Mitglieder den Rat nach Streitigkeiten. Als ehemalige Mitglieder werden Frank Bsirske, Bettina Volkens, Uschi Backes-Gellner, Janina Kugel, Jutta Steiner, Stephan Schwarz und Iwer Jensen aufgeführt. Ihre früheren Tätigkeiten lagen unter anderem in Gewerkschaft, Personalführung, Betriebswirtschaft, Unternehmensleitung, Recht, Handwerk und Wirtschaft.

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