Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Pop-Jazz
Pop-Jazz, Popjazz oder Jazz-Pop ist eine Bezeichnung für popmusiknahen Jazz, die insbesondere zur Vermarktung dieser Musik verwendet wird.
Inhalt3 Abschnitte
Begriff und Merkmale
Pop-Jazz, auch Popjazz oder Jazz-Pop genannt, bezeichnet Jazz, der der Popmusik nahesteht. Der Begriff wird besonders zur Vermarktung dieser Musik verwendet.
Jazz und Pop gelten normalerweise als gegensätzliche Musikrichtungen: Popmusik ist meist stark auf Text und Gesang ausgerichtet, während Jazz stärker instrumental geprägt ist. Auch die Stimme kann im Jazz wie ein Instrument eingesetzt werden, zum Beispiel beim Scat-Gesang, bei dem mit Silben statt mit Text improvisiert wird.
Wenn Musikerinnen oder Musiker ihre Musik Pop-Jazz oder Jazz-Pop nennen, verbinden sie meist Elemente aus beiden Bereichen: Der Jazz liefert jazztypische Harmonien und Instrumente, der Pop steuert eingängigere Melodien bei.
Entwicklung und Beispiele
Versuche, Pop und Jazz miteinander zu verschmelzen, gab es bereits in den 1960er Jahren. Besonders erfolgreiche Annäherungen entstanden seit etwa der Jahrtausendwende.
Zu dieser Zeit wurden vor allem Sängerinnen wie Norah Jones, aber auch Sänger wie Jamie Cullum, als eine Art Massenphänomen im Jazz bekannt und als Pop-Jazz vermarktet.
Auch profilierte Jazzmusiker beteiligten sich an Pop-Projekten. Ein Beispiel ist Nils Landgren, der unter anderem mit einem ABBA-Album hervortrat und Easy-listening-Jazz-Sängerinnen wie Viktoria Tolstoy unterstützte. Easy Listening bezeichnet leicht zugängliche, angenehm hörbare Musik.
Literaturhinweis
Als Sekundärliteratur wird Joachim E. Berendts Buch Das Jazzbuch. Von New Orleans bis ins 21. Jahrhundert genannt. Es erschien 2005 bei Fischer in Frankfurt am Main und trägt die ISBN 3-10-003802-9.