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Peter-I.-Insel

Peter-I.-Insel ; Gewässer, Bellingshausen-See, Südlicher Ozean ; Geographische Lage · 68° 51′ S , 90° 35′ W -68.841666666667-90.5758333333331640Koordinaten: 68° …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Lage und Aufbau
  3. 3. Pflanzen und Tiere
  4. 4. Entdeckung und Ansprüche
  5. 5. Stationen und Besuche

Überblick

Die Peter-I.-Insel ist eine unbewohnte Insel im Südpolarmeer. Sie liegt am nordwestlichen Rand der Bellingshausen-See, etwa 450 km nördlich der Eights-Küste in Westantarktika. Ihre Koordinaten sind 68° 51′ S, 90° 35′ W. Die Insel ist 18,5 km lang, 11 km breit und hat eine Fläche von 156 km². Die höchste Erhebung ist der Lars Christensentoppen mit 1640 m.

Norwegen beansprucht die Insel. Dieser Besitzanspruch wird jedoch international nicht anerkannt, wie auch bei den übrigen Gebieten südlich des 60. Breitengrades, weil dort der Antarktisvertrag gilt.

Lage und Aufbau

Die Peter-I.-Insel ist fast vollständig von Eis bedeckt. Zur Fläche von etwa 156 km² zählen auch kleine vorgelagerte Felseninseln wie Auroraholmen. Im Westen gibt es ein eisfreies Küstenstück von rund drei Kilometern Länge und einem Kilometer Breite. Es erstreckt sich von Kap Ingrid nach Norden an der Norvegiabukta.

Die Küste ist in vier benannte Abschnitte eingeteilt: die Mirny-Küste im Nordosten mit 5 km Länge, die Von-Bellingshausen-Küste im Osten mit 11 km Länge, die Wostok-Küste im Südosten und Süden mit 14 km Länge sowie die Lazarew-Küste im Westen mit 19 km Länge.

Geologisch ist die Insel ein erloschener Schildvulkan. Ein Schildvulkan ist ein flach ansteigender Vulkan, der durch dünnflüssige Lava aufgebaut wurde. Die Peter-I.-Insel besteht aus Lagen von Alkalibasalt und Hawaiit, also vulkanischen Gesteinen. Das Alter der Laven liegt zwischen 100.000 und 300.000 Jahren.

Pflanzen und Tiere

Die Vegetation besteht vor allem aus Moosen und Flechten. Diese Pflanzen beziehungsweise Lebensgemeinschaften sind an das antarktische Klima angepasst.

Auf den Kliffs brüten wenige Paare des Silbersturmvogels. An der Küste und im umliegenden Meer kommen zahlreiche Robben vor, besonders Krabbenfresser und Seeleoparden. Außerdem wird die Insel gelegentlich von Pinguinen besucht, darunter Adeliepinguine und Zügelpinguine.

Entdeckung und Ansprüche

Die Insel wurde am 10. Januar 1821 von Admiral Fabian Gottlieb von Bellingshausen entdeckt und nach Zar Peter I., auch Peter dem Großen, benannt. Wegen der Wetterverhältnisse konnte Bellingshausen die Insel nicht betreten.

Erst ein Jahrhundert später kam es nach zwei weiteren Kontakten, die ebenfalls keine Landung brachten, zur ersten Landung: Am 2. Februar 1929 nahm eine norwegische Expedition die Insel durch den Bau einer Schutzhütte in Besitz. Diese Schutzhütte enthielt Lebensmittel und Medikamente. Die Inbesitznahme wurde 1931 vom norwegischen Parlament bestätigt. Um 1950 meldete auch die Sowjetunion Besitzansprüche an.

Stationen und Besuche

Anfang 1971 errichtete Argentinien im Norden der Insel eine Station. Sie lag etwa 500 Meter landeinwärts von Kap Eva auf der später, 1987, so benannten Gletscherebene Radiosletta. Die Hütte wurde am 3. März 1971 fertiggestellt und hieß Teniente Luis Ventimiglia. Nach wenigen Jahren wurde sie aufgegeben und verschwand. Heute steht dort eine automatische Wetterstation des Alfred-Wegener-Instituts.

Landgänge auf der Peter-I.-Insel sind selten. Wichtige Gründe sind die nur kurz vorhandenen Lücken im Packeis und die starke Strömung. Zu den seltenen Landgängen gehören die Besuche unter Kapitän Heinz Aye in den Jahren 1982 und 1987; der Landgang 1987 erfolgte am 30. Januar mit der World Discoverer. Die 1929 errichtete Schutzhütte konnte bei den Landgängen von 1982 und 1987 nicht mehr gefunden werden. 1987, 1994 und im Februar 2006 wurde die Insel außerdem von Amateurfunk-Expeditionen besucht; 2006 wurde von dort das Rufzeichen 3Y0X aktiviert.

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