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Othello-Effekt
Othello Theory), ist ein Begriff aus der Psychologie und besagt, dass in intensiven Befragungssituationen (z. B. während eines Verhörs) die extreme Nervosität …
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Kernidee des Othello-Effekts
Der Othello-Effekt, ursprünglich Othello-Fehler (englisch: Othello Error), ist ein Begriff aus der Psychologie. Er beschreibt einen möglichen Irrtum bei intensiven Befragungen, etwa bei Vernehmungen oder Verhören: Extreme Nervosität einer Person bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie lügt.
Das ist wichtig, weil Nervosität, Angst, Widersprüche im Verhalten und bestimmte Körpersprache sowohl bei einer schuldigen Person auftreten können, die eine Entlarvung fürchtet, als auch bei einer unschuldigen Person, die die Wahrheit sagt.
Wie der Fehler entsteht
Der Anthropologe und Psychologe Paul Ekman führte den Begriff 1985 in seinem Buch Telling Lies ein. Gemeint sind Situationen wie Vernehmung, (Kreuz)Verhör oder Inquisition, in denen eine Bestätigung eines Vorwurfs schwerwiegende Folgen für die befragte Person haben könnte.
Auch eine unschuldige Person kann unter diesem Druck nervös, ängstlich oder widersprüchlich reagieren. Der Verhörende kann dieses Verhalten mit dem Verhalten eines tatsächlichen Lügners verwechseln. Der Othello-Fehler besteht somit darin, nicht zu erkennen, dass bereits der Stress der Befragung dieselben sichtbaren Reaktionen hervorrufen kann wie die Angst, beim Lügen überführt zu werden.
Namensgebung
Der Name bezieht sich auf William Shakespeares Theaterstück Othello. Othello wirft seiner Ehefrau Desdemona unter starken Emotionen voreingenommen Untreue vor. Ihren weinend und ebenfalls emotional vorgebrachten Beteuerungen, dass der Vorwurf nicht stimmt, schenkt er keinen Glauben. Dies veranschaulicht, wie emotionales Verhalten fälschlich als Hinweis auf Schuld oder Unwahrheit gedeutet werden kann.