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OpenCourseWare
Der Begriff OpenCourseWare, auch OCW, bezeichnet frei als Open Access über das Internet verfügbare Lehr- und Lerneinheiten von Hochschulen.
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Bedeutung und Merkmale
OpenCourseWare (OCW) sind frei über das Internet als Open Access verfügbare Lehr- und Lerneinheiten von Hochschulen. Sie gehören zu den Open Educational Resources, also frei zugänglichen Bildungsmaterialien.
Nach der Definition des OpenCourseWare Consortium sind OCW-Angebote offene digitale Veröffentlichungen hochwertiger Lehrmaterialien, die als Kurse organisiert sind. Sie stehen unter einer freien Lizenz zur Nutzung und Anpassung bereit. Typischerweise vermitteln sie jedoch weder ein Zeugnis noch Zugang zu Lehrkräften.
Entwicklung und Organisation
Die OCW-Bewegung begann 1999: Die Universität Tübingen veröffentlichte im Rahmen der timms-Initiative erste Lehrvideos ihrer Dozenten. Einen deutlichen Verbreitungsschub brachte das Massachusetts Institute of Technology (MIT), das im Oktober 2002 MIT OpenCourseWare startete. Ähnliche Projekte folgten an der Yale University, der University of Michigan und der University of California, Berkeley.
2008 wurde das unabhängige und gemeinnützige OpenCourseWare Consortium gegründet. Mehr als 250 Hochschulen und unterstützende Organisationen schlossen sich dort zusammen, um freien Bildungszugang zu fördern. Seine Mission ist, formelles und informelles Lernen durch das weltweite Teilen freier, offener und hochwertiger Lehrmaterialien voranzutreiben. Im Kollektiv wurden Materialien zu über 13.000 Unterrichtskursen in 20 Sprachen veröffentlicht, die über die Website des Consortiums erreichbar sind. Hochschulen werden ab zehn veröffentlichten Kursen aufgenommen.
Nutzung
MIT OpenCourseWare wird durchschnittlich monatlich von mehr als einer Million Lernenden und Lehrenden besucht. Auch OpenLearn gehört dem OpenCourseWare Consortium an.
Grenzen und Kritik
Kostenfreie Kursinhalte sind teilweise nicht vollständig verfügbar. Bestimmte Teile, etwa Zertifikate oder Anrechnungspunkte für ein Studium, bleiben zahlenden Studierenden vorbehalten.
Außerdem wird OCW als „kommunikative Einbahnstraße“ kritisiert: Es gibt keinen direkten Feedbackkanal zu Dozenten oder Erstellern der Lehreinheiten und keine Interaktion mit einer Lehrkraft.