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Ninon Hesse
ALTERNATIVNAMEN, Dolbin, Ninon; Ausländer, Ninon (Geburtsname) ; KURZBESCHREIBUNG, deutsche Kunsthistorikerin; 3. Ehefrau Hermann Hesses ; GEBURTSDATUM, 18.
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Ninon Hesse
Ninon Hesse, zuvor Ninon Dolbin, geborene Ausländer, war Kunsthistorikerin und die dritte Ehefrau des Schriftstellers Hermann Hesse. Sie wurde am 18. September 1895 in Czernowitz in Österreich-Ungarn geboren und starb am 22. September 1966 in Montagnola in der Schweiz.
Ausbildung und erste Ehe
Ninon Ausländer war die Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts. In Wien studierte sie Archäologie, Kunstgeschichte und Medizin. 1918 heiratete sie den Wiener Künstler Benedikt Fred Dolbin. Bereits 1920 trennte sie sich von ihm; die Scheidung erfolgte jedoch erst kurz vor ihrer späteren Heirat mit Hermann Hesse.
Beziehung zu Hermann Hesse
Nachdem sie Peter Camenzind gelesen hatte, schrieb Ninon Ausländer Hermann Hesse schon 1910. Persönlich lernte sie ihn am 29. Januar 1921 in Montagnola kennen. 1927 verkaufte sie ihr Haus in Wien und zog zu ihm in die Casa Camuzzi nach Montagnola. Am 14. November 1931 heirateten sie.
Ab 1931 lebte das Paar in der Casa Hesse am südlichen Ortsrand von Montagnola. Das Gebäude war eine Art Doppelhaus: Die beiden Teile waren intern verbunden, ermöglichten aber beiden Partnern einen eigenen Lebensbereich.
Eigene Arbeit und Nachlass
Ninon Hesse begleitete das schriftstellerische Schaffen ihres Mannes, verfolgte zugleich aber eigene kunsthistorische Interessen. Sie unternahm zum Teil mehrmonatige archäologische Reisen ins Ausland. In Montagnola war sie eng mit der Textilkünstlerin und Malerin Maria Geroe-Tobler befreundet.
Ninon Hesse wurde neben Hermann Hesse auf dem Friedhof Sant’Abbondio in Gentilino beigesetzt. Ihre Privatbibliothek mit etwa 1500 Bänden befindet sich heute im Deutschen Literaturarchiv Marbach.