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Niesreflex
Der Niesreflex ist ein Schutzreflex, der zur Nasenreinigung dient. Er wird durch freie Nervenendungen des ersten (Nervus ophthalmicus) und vor allem zweiten …
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Funktion und Ablauf
Der Niesreflex ist ein Schutzreflex zur Reinigung der Nase. Freie Nervenendigungen des ersten Astes (Nervus ophthalmicus) und besonders des zweiten Astes (Nervus maxillaris) des Nervus trigeminus reagieren auf Reize in der Nasenschleimhaut.
Die Signale gelangen über Aδ- und C-Nervenfasern zum Ganglion trigeminale und von dort zur Formatio reticularis im Hirnstamm. Diese erzeugt eine komplexe Bewegungsfolge: tiefe Einatmung, Atemstopp und Kontraktion der Atemmuskulatur. Dadurch entsteht eine stoßartige Ausatmung durch die Nase, das Niesen. Dabei werden Fremdkörper oder überschüssiges Nasensekret aus der Nase geschleudert.
Besondere Auslösung und Störungen
Bei einigen Menschen kann selten auch starke Lichteinwirkung das Niesen auslösen. Dieses Phänomen heißt photischer Niesreflex oder autosomal dominant compelling helioophthalmic outburst (ACHOO). Sein Mechanismus ist nicht genau erforscht; vermutlich besitzt es eine genetische Grundlage. Es kann bei bis zu einem Viertel einer Population auftreten.
Schädigungen im Gebiet des Nervus trigeminus können den Niesreflex vermindern oder vollständig ausfallen lassen.