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Musik & Gegenwart

Musik & Gegenwart ist eine Leipziger Veranstaltungsreihe zur Neuen Musik, die 2007 an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Bedeutung
  2. 2. Konzerte
  3. 3. Aufgabe und Aufbau des Symposiums
  4. 4. Thematische Vielfalt der Beiträge

Überblick und Bedeutung

„Musik & Gegenwart“ ist eine Leipziger Veranstaltungsreihe zur Neuen Musik. Sie wurde 2007 von der Fachrichtung Komposition der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig ins Leben gerufen. Lehrkräfte und Studierende der Hochschule gestalten die Reihe seitdem durch regelmäßige Konzerte und ein jährlich stattfindendes, zweitägiges Symposium.

Die Reihe verbindet musikalische Aufführungen mit einer interdisziplinären, also mehrere Fachgebiete einbeziehenden Auseinandersetzung mit der Rolle der Musik in der Gegenwart. Geleitet wird sie von Claus-Steffen Mahnkopf. Das Symposium entsteht in Kooperation mit der Gesellschaft für Musik und Ästhetik und trägt seit 2012 den Namen „Musikalischer Kultursalon“.

Konzerte

Die Konzertreihe begann im Wintersemester 2007/2008 mit einem Konzert anlässlich des ersten Symposiums. Pro Studienjahr finden ungefähr sieben Konzertveranstaltungen statt. Die musikalische Leitung liegt bei Reinhard Schmiedel.

Zum Programm gehörten unter anderem die vollständigen Klavierwerke von Iannis Xenakis und Claus-Steffen Mahnkopf. Als beteiligte Musiker werden Paul Hübner, Ermis Theodorakis und Peter Veale genannt. Damit bildet die praktische Aufführung Neuer Musik neben der theoretischen Diskussion den zweiten Hauptbestandteil der Veranstaltungsreihe.

Aufgabe und Aufbau des Symposiums

Das Symposium versteht sich als offenes Diskussionsforum über den künstlerischen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Ort der Musik in der möglichst unmittelbaren Gegenwart. Aktuelle Fragen sollen aus unterschiedlichen Blickwinkeln behandelt, problematisiert und analysiert werden. Einbezogen werden insbesondere Philosophie, Musikkritik, Wissenschaft, Komposition und Literatur.

Beiträge, die unmittelbar das Komponieren betreffen, machen nur einen kleinen Anteil des Programms aus. Sie stehen neben literarischen Lesungen, kunstbezogenen Präsentationen und wissenschaftlichen Untersuchungen. Beispiele sind Johannes Kreidlers Beitrag von 2008, dessen Titel im Artikel einmal als „Sounds im Konzertsaal“ und in der Referentenliste als „Soundfiles im Konzertsaal“ angegeben wird, sowie Stefan Kölschs Vortrag „Musik und Emotion – eine neurowissenschaftliche Perspektive“ von 2009.

Als bisherige Termine nennt der Artikel den 13.–14. April 2007, den 15.–16. November 2008 und den 20.–21. November 2009.

Thematische Vielfalt der Beiträge

Die Referenten und Themen der Jahre 2007 bis 2012 zeigen die große fachliche Breite des Symposiums. Behandelt wurden unter anderem die gesellschaftliche Lage populärer Musik, Musik und Emotion aus neurowissenschaftlicher Sicht, Musiktheaterregie als kritische Praxis, Kunst als Spiel, der Film der Zweiten Moderne und das Ende der Musikkritik in den Printmedien.

Weitere Beiträge beschäftigten sich mit ästhetischer Theorie, Theater, Literatur und bildender Kunst. Dazu gehörten Lesungen eigener Lyrik und aus Romanen sowie Präsentationen eigener künstlerischer Arbeiten. Unter den Vortragenden waren unter anderem Mark Andre, Jan Assmann, Roger Behrens, Sidney Corbett, Johanna Dombois, Klaus Huber, Johannes Kreidler, Peter Konwitschny, Dieter Mersch, Julia Spinola, Steven Kazuo Takasugi und Christoph Türcke. Die Zusammensetzung verdeutlicht, dass die Reihe Neue Musik nicht isoliert betrachtet, sondern mit gesellschaftlichen, politischen, wissenschaftlichen und anderen künstlerischen Fragen verbindet.

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