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Moshi (MC)

Moshi (MC) (Moshi Municipal, auch Moshi Mjini genannt) ist ein Distrikt in der Region Kilimandscharo im Nordosten von Tansania. Er grenzt im Westen an den …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Lage
  2. 2. Entwicklung und Verwaltung
  3. 3. Bevölkerung
  4. 4. Bildung, Gesundheit und Wasser
  5. 5. Wirtschaft und Verkehr
  6. 6. Sehenswürdigkeit

Überblick und Lage

Moshi (MC), ausgeschrieben Moshi Municipal und auch Moshi Mjini genannt, ist ein städtischer Distrikt in der Region Kilimandscharo im Nordosten Tansanias. Er umfasst 58 Quadratkilometer und hatte bei der Volkszählung 2022 insgesamt 221.733 Einwohner. Daraus ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 3823 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Der Distrikt grenzt im Westen an den Distrikt Hai und ist auf allen anderen Seiten vom Distrikt Moshi DC umschlossen. Er liegt am fruchtbaren Südhang des Kilimandscharo. Die Höhenlage steigt von etwa 700 Metern im Süden auf etwa 950 Meter im Norden an. Die Koordinaten lauten 3° 20′ 30″ südlicher Breite und 37° 20′ 5″ östlicher Länge; der ISO-3166-2-Code ist TZ-09.

Das Klima ist tropisch. Außerhalb einer kurzen Trockenzeit von Juni bis September fallen in allen Monaten bedeutende Niederschläge. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt 2389 Millimeter. Die mittleren Temperaturen reichen von 19,5 Grad Celsius im Juli bis 24,4 Grad Celsius im Februar.

Entwicklung und Verwaltung

Moshi erhielt 1956 den Status eines Town Council, also eines Stadtrats. 1988 wurde es zum Municipal Council, einer städtischen Kommunalverwaltung, ernannt.

Der Wahlkreis des Distrikts heißt Moshi Mjini. Er besteht aus 21 Gemeinden, auf Swahili Kata genannt: Bondeni, Bomambuzi, Kilimandscharo, Korongoni, Kiusa, Kaloleni, Kiboriloni, Karanga, Longuo B, Mji Mpya, Majengo, Mawenzi, Msaranga, Miembeni, Mfumuni, Njoro, Ng’ambo, Pasua, Rau, Shirimatunda und Soweto.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl nahm über Jahrzehnte stark zu. 1948 lebten 8.048 Menschen in Moshi, 1957 waren es 13.762. Bis 1969 stieg die Zahl auf 26.969 und bis 1978 auf 52.223. Im Jahr 1988 wurden 97.838 Einwohner gezählt. Die Volkszählungen ergaben 143.799 Einwohner im Jahr 2002, 184.292 im Jahr 2012 und 221.733 im Jahr 2022. Für 2016 war die Bevölkerung auf 197.659 Menschen geschätzt worden.

Zur ansässigen Bevölkerung kommen täglich etwa 80.000 bis 85.000 Menschen, die zur Arbeit nach Moshi pendeln. Ursprünglich lebten im Distrikt vor allem Angehörige der Chagga und Pare als indigene ethnische Gruppen. Inzwischen wohnen dort Menschen aus allen Teilen Tansanias sowie viele Ausländer.

Bildung, Gesundheit und Wasser

Im Distrikt gibt es 50 Grundschulen. Davon werden 35 öffentlich und 15 privat geführt. Im Jahr 2017 besuchten rund 25.000 Schülerinnen und Schüler diese Schulen; unterrichtet wurden sie von 89 männlichen und 550 weiblichen Lehrkräften.

Von den 25 weiterführenden Schulen waren 14 staatlich und 11 privat. Im Jahr 2017 traten 3.077 Schülerinnen und Schüler in die erste Klasse einer weiterführenden Schule ein.

Für die medizinische Versorgung stehen 4 Krankenhäuser, 11 Gesundheitszentren und 34 Apotheken zur Verfügung. 99 Prozent der Bewohner werden mit sauberem Wasser versorgt.

Wirtschaft und Verkehr

Der wichtigste Wirtschaftsbereich sind Dienstleistungen: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt von Tätigkeiten in Handel und Gastgewerbe. Daneben bestehen Industriebetriebe unterschiedlicher Größe. Die meisten befinden sich in Njoro, Bondeni, Karanga, Rau, Pasua, Korongoni und Kaloleni.

Etwa 16 Prozent der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft. Diese wird hauptsächlich in den Randgemeinden betrieben.

Moshi dient als Ausgangspunkt für touristische Ziele in der Umgebung. Dazu gehören die Amboni-Höhlen, das Usambara- und das Pare-Gebirge sowie der Mkomazi-Nationalpark im Osten. Im Norden liegen der Kilimandscharo-Nationalpark, der Arusha-Nationalpark und der Mount Meru.

Die Usambarabahn wurde 2019 wieder eröffnet. Sie verbindet Arusha über Moshi mit der Hafenstadt Tanga. Außerdem führt eine asphaltierte Nationalstraße durch Moshi, die ebenfalls Tanga und Arusha miteinander verbindet.

Sehenswürdigkeit

In Kilema steht die zweitälteste römisch-katholische Kirche Tansanias. Sie wurde in den Jahren 1890 bis 1895 erbaut.

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