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Montanara-Chor

Der Montanara-Chor (Eigenschreibweise: MontanaraChor) ist ein international bekannter deutscher Männerchor, der sich vorwiegend der volkstümlichen Musik widmet.

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Entstehung und Entwicklung
  3. 3. Leitung und Repertoire
  4. 4. Besetzung und musikalische Merkmale
  5. 5. Bekannte Titel und Alben
  6. 6. Auszeichnung

Überblick

Der Montanara-Chor, in Eigenschreibweise MontanaraChor, ist ein international bekannter deutscher Männerchor. Er widmet sich vor allem der volkstümlichen Musik. Sein Sitz liegt in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart; in der Infobox wird Stuttgart / Deutschland genannt. Gegründet wurde der Chor 1958. Die Stimmen des Ensembles sind Tenor, Bariton und Bass.

Der Chor ist besonders durch die Lieder „La Montanara“ und „Jenseits des Tales“ bekannt geworden. Obwohl der Name auf das Lied „La Montanara“ zurückgeht, handelt es sich nicht um einen italienischen Chor; diese Vermutung wird wegen der Namensgebung immer wieder fälschlich geäußert.

Entstehung und Entwicklung

Der Chor entstand eher zufällig bei einer Geburtstagsfeier für Franz Biehler, den damaligen Leiter des Schallarchivs des damaligen Süddeutschen Rundfunks. Einige Gäste sangen gemeinsam Volkslieder. Biehler hielt die Sänger für talentiert und entschied spontan, dass sie einige im Rundfunk vielgefragte Titel aufnehmen sollten.

Noch im Gründungsjahr 1958 entstanden mehrere Schallplattenaufnahmen. Die ersten wichtigen Titel waren das volkstümliche, von Toni Ortelli komponierte Lied „La Montanara“ und das Fahrtenlied „Jenseits des Tales“ mit Worten von Börries von Münchhausen und der Weise von Robert Götz. Beide Aufnahmen wurden große Erfolge. Nach „La Montanara“ benannte sich der Chor.

Leitung und Repertoire

In den 1960er Jahren leiteten Hermann Josef Dahmen, Walter Höfling und Heinz Buchhold den Chor künstlerisch. Der Montanara-Chor wurde bald als Aushängeschild für eine gehobene Darbietung volkstümlicher Chormusik angesehen. Dabei legte er großen Wert auf musikalische Perfektion. Bis heute gehen die meisten Chormitglieder zugleich einem bürgerlichen Beruf nach.

1972 übernahm Harry Pleva die Leitung und führte den Chor nahezu 30 Jahre. In dieser Zeit erschienen zahlreiche Schallplatten mit bekannten deutschen Volksliedern und neueren volkstümlichen Liedern. Das Repertoire, also die Auswahl der aufgeführten Stücke, wurde später erweitert: Neben volkstümlicher Musik kamen klassische Musik, internationale Folklore und Evergreens hinzu. Unter Pleva trat der Chor auch in ausländischen Konzertsälen auf und wirkte an zahlreichen Fernsehproduktionen mit.

2001 übernahm Michael Alber, geboren 1963 in Tuttlingen, die künstlerische Leitung, nachdem Harry Pleva aus Altersgründen aufgehört hatte. Alber leitete zugleich den Chor der Stuttgarter Staatsoper. Inzwischen wird der Montanara-Chor von wechselnden Dirigenten geleitet. Die künstlerische Gesamtleitung liegt derzeit, Stand 2023, bei Wolfgang Isenhardt.

Besetzung und musikalische Merkmale

Zum Ensemble gehören insgesamt 16 Sänger. Der Chor tritt nach Möglichkeit ohne Mikrofone auf. Ein weiteres besonderes Merkmal ist die Begleitung: Üblicherweise wird als einziges Begleitinstrument ein Klavier verwendet.

Der Montanara-Chor arbeitete wiederholt mit bekannten Künstlerinnen und Künstlern zusammen, zum Beispiel mit den Sängern Siegfried Jerusalem und Anneliese Rothenberger sowie mit dem Solotrompeter Walter Scholz.

Bekannte Titel und Alben

Zu den Erfolgstiteln gehören „La Montanara“ und „Jenseits des Tales“ aus dem Jahr 1958. Weitere genannte erfolgreiche Titel sind unter anderem „Die Himmel rühmen (Die Ehre Gottes in der Natur)“, „Die Nacht“, „Es waren zwei Königskinder“, „Ich bete an die Macht der Liebe“ und „Waldandacht (Frühmorgens, wenn die Hähne kräh’n)“ aus dem Jahr 1970. Später folgten unter anderem „Bergvagabunden sind wir“ und „Kehr ich einst zur Heimat wieder“ 1972, „Die Post im Walde“ 1974, „Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde“ und „Wo’s Dörflein traut zu Ende geht (Das Elternhaus)“ 1975 sowie „Ein Lied geht um die Welt“ 1989.

Die Diskografie umfasst zahlreiche Alben. Als Auswahl nennt der Artikel unter anderem „Es löscht das Meer die Sonne aus“ 1965, „Weihnachten – Jenseits des Tales“ 1967, „Ich bete an die Macht der Liebe“ 1970, „Das Lied der Berge – Kameraden der Berge“ 1972, „Lieder von Wolga und Don“ 1975, „Musik kennt keine Grenzen“ 1985, „Eine musikalische Reise“ 1993, „40 Jahre Montanarachor – Eine musikalische Reise durch die Heimat“ 1998, „Klassisch und beschwingt“ 2000, „Goldene Weihnacht“ 2002, „Frieden auf Erden“ 2004 und „Auf Flügeln des Gesangs“ 2005 mit dem Ludwigsburger Blechbläser-Quintett.

Auszeichnung

Der Montanara-Chor erhielt 1977 die Hermann-Löns-Medaille. Diese Ehrung ist die einzige im Artikel genannte Auszeichnung.

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