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Mitten ins Herz – Ein Song für dich
Mitten ins Herz – Ein Song für dich (Originaltitel: Music and Lyrics) ist eine US-amerikanische Liebeskomödie von Marc Lawrence aus dem Jahr 2007.
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Überblick und Einordnung
Mitten ins Herz – Ein Song für dich (Originaltitel: Music and Lyrics) ist eine US-amerikanische Liebeskomödie aus dem Jahr 2007. Regie und Drehbuch stammen von Marc Lawrence. Der 104 Minuten lange, englischsprachige Film spielt vor allem in New York und verbindet eine romantische Beziehungsgeschichte mit satirischen Einblicken in die Pop- und Musikbranche.
Im Mittelpunkt stehen der ehemalige Popstar Alex Fletcher und die Texterin Sophie Fisher. Beide müssen unter großem Zeitdruck einen erfolgreichen Popsong schreiben. Dabei geht es nicht nur um die Entstehung eines Liedes, sondern auch um Selbstzweifel, verletzte Gefühle, berufische Abhängigkeit und die Frage, ob ein künstlerisches Werk ehrlich oder vor allem kommerziell erfolgreich sein soll. Der Film ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab 0 Jahren freigegeben (FSK 0 und JMK 0).
Handlung und zentrale Konflikte
Alex Fletcher war Mitglied der britischen Band PoP!, die in den 1980er Jahren erfolgreich war. Nach der Trennung der Band wurde sein Soloalbum ein Flop. Während sein früherer Partner Colin Thompson weiterhin erfolgreich ist und sogar geadelt wurde, tritt Alex nur noch auf Jahrmärkten, Klassentreffen und in TV-Retroshows auf. Seine finanzielle und berufliche Lage verschlechtert sich zusätzlich, als ein wichtiges Engagement abgesagt wird.
Eine neue Chance bietet die Pop-Sängerin Cora Corman. Sie möchte einen neuen Song für ihr Album und gibt Alex dafür nur drei Tage Zeit: Das Lied muss getextet, komponiert und eingespielt werden. Alex ist jedoch besonders beim Schreiben von Texten unsicher. Der zunächst beauftragte Greg Antonsky arbeitet schwierig und aggressiv. Die zufällig anwesende Sophie Fisher erkennt dagegen Alex’ musikalische Ideen und zeigt eigenes Talent als Texterin. Erst nachdem ihre Schwester Rhonda sie dazu überredet hat, nimmt Sophie den Auftrag an.
Sophie leidet unter starken Selbstzweifeln. Ihr ehemaliger Freund, der Literaturprofessor Sloan Cates, hat ihre gemeinsame Zeit in einem Bestsellerroman verarbeitet. Die darin dargestellte Hauptfigur ist sehr negativ gezeichnet, und Sophie erkennt sich darin wieder. Sie arbeitet inzwischen für Rhondas Diätzentrum. Gemeinsam mit Alex gelingt es ihr dennoch, rechtzeitig eine Demo-CD fertigzustellen. Cora ist von dem Lied begeistert.
Nach dem Erfolg kommen sich Alex und Sophie näher. Als Sloan in einem Restaurant auftaucht, ermutigt Alex Sophie, mit ihm zu sprechen. Sloan bleibt jedoch oberflächlich und interessiert sich vor allem für die bevorstehende Verfilmung seines Romans. Alex gerät mit ihm in eine Prügelei. Sophie ist von Alex’ Verhalten beeindruckt, begleitet ihn nach Hause und verbringt die Nacht mit ihm.
Der Konflikt entsteht, als Cora das Intro des Liedes verändern möchte. Sophie lehnt die Änderungen ab, Alex akzeptiert sie aus beruflichem Interesse. Weil Cora Sophies Einwände ignoriert und eine weitere Strophe verlangt, zerstreiten sich Alex und Sophie. Trotzdem schreibt Sophie noch eine neue Strophe.
Bei Coras Konzert im Madison Square Garden kündigt Cora den neuen Song an und nennt zunächst nur Alex als Autor. Sophie ist verletzt und will den Saal verlassen. Alex spielt jedoch stattdessen ein Lied, das er für Sophie über ihre gemeinsame Zeit und seine Gefühle geschrieben hat. Sophie erkennt dadurch seine Aufrichtigkeit und versöhnt sich mit ihm. Anschließend wird ihr gemeinsamer Song im ursprünglichen Arrangement gespielt, weil Cora es auf Alex’ Wunsch geändert hat. Alex verlässt während des Liedes die Bühne, küsst Sophie, und Cora beendet den Song allein. Im Abspann wird deutlich, dass Cates’ Romanverfilmung gefloppt ist, Colin gesundheitliche Probleme hat und Sophie und Alex nun gemeinsam erfolgreich und ein Paar sind.
Musik und Entstehung der Songs
Die Musik ist ein zentraler Bestandteil des Films. Das Titellied Way Back Into Love wird zunächst von Hugh Grant und Drew Barrymore gesungen und am Ende von Hugh Grant und Haley Bennett interpretiert. Hugh Grant sang in diesem Film zum ersten Mal in einem Film. Auf dem Soundtrack übernahm er neben Way Back Into Love auch PoP Goes My Heart, Meaningless Kiss, Dance With Me Tonight, Don’t Write Me Off und Love Autopsy.
Zum Soundtrack gehören außerdem Buddha’s Delight, Entering Bootytown und Slam von Haley Bennett sowie Tony The Beat von The Sounds. Adam Schlesinger komponierte Way Back Into Love, Don’t Write Me Off und Meaningless Kiss. Für ihn war dies nach That Thing You Do! der zweite Musikfilm, für den er die Musik komponierte.
Martin Fry arbeitete vor und während der Dreharbeiten als Vocal-Coach für Hugh Grant. Dance With Me Tonight wurde von Marc Lawrence’ damals 13-jährigem Sohn Clyde geschrieben. Andrew Wyatt steuerte vier Lieder bei und übernahm die Gesangsstimme von Colin Thompson. Die Geschichte wurde von der Karriere der Popband Wham! inspiriert.
Kritische Bewertung
Die Kritiken heben vor allem die glaubwürdigen Figuren, die Chemie zwischen den Hauptdarstellern und die satirischen Seitenhiebe auf die Musikindustrie hervor. James Berardinelli fand die Charaktere wirklichkeitsnäher als in vielen vergleichbaren Filmen. Der Film sei ansprechend, oft geistreich und gelegentlich lustig, erreiche aber keine Spitzenposition unter den romantischen Komödien und werde Skeptiker oder Zyniker nicht unbedingt zu sentimentalen Zuschauern machen.
Rex Reed bezeichnete den Film im New York Observer nicht als Meilenstein, sah in ihm aber ein warmherziges Gegenmittel gegen die Überfülle angeblicher Komödien. Besonders lobte er die seltene Chemie zwischen Drew Barrymore und Hugh Grant. Isabella Reicher schrieb im Standard, Marc Lawrence inszeniere die Formelromanze visuell unauffällig, habe aber eine halbwegs originelle Ausgangssituation geschaffen und sich an den dynamischen Wortgefechten klassischer Screwball-Komödien orientiert. Hugh Grant bleibe dabei seiner bekannten Paraderolle nahe, ergänze sie jedoch durch Selbstironie.
Carrie Rickey nannte den Film im Philadelphia Inquirer eine bittersüße Satire auf die Musikindustrie und schlicht unwiderstehlich. Das Lexikon des Internationalen Films urteilte, es handle sich um eine romantische Komödie mit treffsicheren satirischen Seitenhieben auf Showbranche und Musikgeschäft. Zwar könne sie ihr hohes Anfangstempo nicht halten, überzeuge aber durch liebevoll gezeichnete, selbstironische Charaktere. Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW verlieh dem Film das Prädikat „wertvoll“.
Produktion und Veröffentlichung
Gedreht wurde der Film in New York City, im angrenzenden Nassau County auf Long Island und in Farmingdale. Der Kinostart erfolgte im Vereinigten Königreich am 9. Februar 2007. In den Vereinigten Staaten und Australien startete der Film am 14. Februar 2007. In deutschen, österreichischen und Schweizer Kinos lief er am 8. März 2007 an.
Zum Stab gehören neben Marc Lawrence als Regisseur und Drehbuchautor unter anderem die Produzenten Liz Glotzer und Martin Shafer, der Komponist Adam Schlesinger, der Kameramann Xavier Pérez Grobet und die Cutterin Susan E. Morse. Die Hauptrollen spielen Hugh Grant als Alex Fletcher, Drew Barrymore als Sophie Fisher und Haley Bennett als Cora Corman.