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Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Wissenschaft und Handel

Eine Schnittstelle der Fusion ist die Stärkung des Bereiches Künstliche Intelligenz, wofür ein eigener Unterminister Kanishka Narayan zuständig ist.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Stellung
  2. 2. Entstehung und politische Ziele
  3. 3. Historische Entwicklung der Zuständigkeiten

Aufgabe und Stellung

Das Department for Business, Innovation, Science and Trade (DBIST) ist seit 2026 ein Ministerium der Regierung des Vereinigten Königreichs. Es vereint Zuständigkeiten für Wirtschaft, Handel, Wissenschaft, Technologie und Innovation. Sein Hauptsitz befindet sich im Old Admiralty Building, 1 Victoria Street, Westminster, London.

Geleitet wird das Ministerium vom Secretary of State für Wirtschaft, Innovation, Wissenschaft und Handel. Mehrere Juniorminister unterstützen ihn. Amtsinhaber ist Jonathan Reynolds.

Entstehung und politische Ziele

Vorläufer des DBIST war das Ministerium für Wirtschaft und Handel, das Department for Business and Trade (DBT). Es entstand am 7. Februar 2023 bei einer Kabinettsumbildung unter dem konservativen Premierminister Rishi Sunak. Das DBT übernahm die Aufgaben des früheren Ministeriums für internationalen Handel sowie einen Teil der Aufgaben des ehemaligen Ministeriums für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie.

Unter Premierminister Andy Burnham von der Labour Party wurde das DBT am 20. Juli 2026 mit dem Department for Science, Innovation and Technology fusioniert. Daraus entstand das DBIST. Burnham griff damit ein bereits früher verfolgtes Modell auf, um seine Strategie einer Reindustrialisierung umzusetzen.

Jonathan Reynolds will die Handelsbeziehungen zur Europäischen Union pragmatisch verbessern, ohne dass das Vereinigte Königreich wieder in die EU eintritt. Die Fusion mit dem Wissenschaftsministerium löste zugleich Misstrauen aus: Es wurde befürchtet, dass wissenschaftliche Belange wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden könnten. Eine wichtige Schnittstelle beider Bereiche ist die Förderung der Künstlichen Intelligenz. Dafür ist der eigene Unterminister Kanishka Narayan zuständig.

Historische Entwicklung der Zuständigkeiten

Die institutionellen Wurzeln reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Damals bestand mit dem Board of Trade ein Handelsministerium, das vor allem für den Kolonialhandel zuständig war. Unter Premierminister Edward Heath wurde es 1970 zusätzlich zu einem Wirtschaftsministerium.

Die Zuständigkeiten wurden später weiter ausgebaut. 1983 kamen Aufgaben eines Industrieministeriums hinzu. Seit 2016 umfasste der Bereich auch ausdrücklich die Energieversorgung.

Die Wissenschaft war dagegen lange im Bildungsministerium angesiedelt. Später gab es dafür ein eigenständiges Ministerium unter verschiedenen Bezeichnungen, das auch die technologische Innovation fördern sollte. Premierminister Gordon Brown von der Labour Party entschied 2009 erstmals, dieses Wissenschaftsressort mit dem Wirtschaftsministerium zusammenzuführen. Die nachfolgenden konservativen Regierungen setzten diese Verbindung jedoch nicht fort. Andy Burnham wiederholte die Fusion 2026 und verband damit Wirtschafts-, Handels-, Wissenschafts- und Innovationspolitik erneut in einem Ministerium.

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