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Max Schubert (Physiker)

Max Schubert (* 16. September 1926 in Plauen; † 13. April 1998 in Jena) war ein deutscher Experimentalphysiker, der sich mit nichtlinearer Optik befasste …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Max Schubert: Arbeitsgebiete und Bedeutung
  2. 2. Universitäre Tätigkeit und Auszeichnungen
  3. 3. Wichtige Lehrbücher

Max Schubert: Arbeitsgebiete und Bedeutung

Max Schubert (* 16. September 1926 in Plauen; † 13. April 1998 in Jena) war ein deutscher Experimentalphysiker und Hochschullehrer an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seine zentralen Forschungsgebiete waren die nichtlineare Optik, Quantenoptik und optische Messtechnik.

Nichtlineare Optik untersucht Lichtvorgänge, bei denen die Wirkung von Licht nicht mehr proportional zu seiner Intensität ist. Schubert baute nach dem Anschluss der Abteilung Laserphysik in Jena eine Forschungsgruppe für dieses Gebiet auf. Er förderte Laserphysik und Quantenoptik in der DDR früh und verband dabei Theorie und Experiment eng miteinander.

In der optischen Spektroskopie arbeitete er unter anderem an der Ramanspektroskopie sowie an Spektroskopie im fernen Infrarot. Ein wichtiges messtechnisches Ziel war die Verbesserung des Signal-Rausch-Verhältnisses: Das gewünschte Messsignal soll gegenüber störenden Einflüssen möglichst klar erkennbar werden. Seine Dissertation war theoretisch ausgerichtet, zugleich verbesserte er experimentelle Verfahren dafür. Seine Habilitation von 1962 behandelte Optimierungsprobleme der Messtechnik unter informationstheoretischen Aspekten.

Später übertrug Schubert messtechnische Fragestellungen auf die Quantenoptik. Er leistete wichtige Beiträge zur Phasenmessung und zu nichtklassischem Licht. In den 1990er Jahren beschäftigte er sich außerdem mit dem Phasenproblem bei der Röntgenbeugung.

Universitäre Tätigkeit und Auszeichnungen

Schubert studierte ab 1947 Physik und Mathematik an der Universität Jena. Seine Diplomarbeit, die Friedrich Hund betreute, behandelte Bandstruktur-Berechnungen in der Festkörperphysik. Er promovierte bei Wilhelm Schütz und wurde noch vor der Promotion dessen Assistent. In dieser Funktion baute er in Jena die Arbeitsgemeinschaft optische Spektroskopie auf.

1963 wurde Schubert Dozent, 1964 Professor. Er war 1963 zunächst kommissarischer Direktor und ab 1967 Direktor des Physikalischen Instituts in Jena. Die Sektion Physik der Universität Jena leitete er von 1968 bis 1970 sowie 1980/81. Nach der Wende war er Direktor des Instituts für Optik und Quantenelektronik in Jena. Außerdem gehörte er dem Forschungsrat der DDR an.

1971 erhielt er den Nationalpreis der DDR. 1972 wurde er korrespondierendes Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften. 1980 wurde ihm der Ehrentitel Verdienter Hochschullehrer der DDR verliehen.

Wichtige Lehrbücher

Gemeinsam mit Bernd Wilhelmi veröffentlichte Schubert das zweibändige Lehrbuch „Einführung in die nichtlineare Optik“ bei Teubner in Leipzig: Band 1 „Klassische Beschreibung“ erschien 1971, Band 2 „Quantenphysikalische Beschreibung“ 1978. Eine erweiterte englischsprachige Fassung erschien 1986 unter dem Titel „Nonlinear Optics and Quantum Electronics“ bei Wiley.

Mit Gerhard Weber veröffentlichte er außerdem „Quantentheorie“ (Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1983).

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