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Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft

Das Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft (bis März 2026: Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Profil und Aufgaben
  2. 2. Aufbau und frühere Abteilungen
  3. 3. Neue Leitung und Forschungsschwerpunkte
  4. 4. Bibliothek und Veröffentlichung
  5. 5. Web- und Kataloghinweise

Profil und Aufgaben

Das Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft ist eine Forschungseinrichtung der Max-Planck-Gesellschaft am Standort Göttingen. Es betreibt Grundlagenforschung im Fachgebiet Sozialwissenschaft und beschäftigt etwa 50 Mitarbeitende. Träger ist die Max-Planck-Gesellschaft, deren Rechtsform ein eingetragener Verein mit Sitz in München ist. Die Grundfinanzierung tragen Bund und Länder zu gleichen Teilen, jeweils mit 50 Prozent. Zum Institut gehört außerdem eine Außenstelle in Erfurt.

Das Institut hieß bis März 2026 Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften. Es wurde 2007 gegründet und trat an die Stelle des 1956 gegründeten Max-Planck-Instituts für Geschichte (MPIG). Inhaltlich beschäftigt es sich unter anderem mit Fragen der Diversität im Zeitalter der Globalisierung. Diversität bezeichnet dabei die gesellschaftliche Vielfalt, die im Zusammenhang mit globalen Entwicklungen untersucht wird.

Aufbau und frühere Abteilungen

In der Aufbauphase war der britische Sozialanthropologe Steven Vertovec der erste Direktor. Das Institut bestand damals aus drei unabhängigen Abteilungen sowie weiteren unabhängigen Max-Planck- und Minerva-Forschungsgruppen.

  • Die Abteilung für soziokulturelle Vielfalt wird von Steven Vertovec geleitet. Sie besteht seit der Gründung 2007 fort und bestand laut Artikel auch 2026 weiter.
  • Die Abteilung für religiöse Vielfalt wurde von Peter van der Veer geleitet und bestand von 2009 bis 2021.
  • Die Abteilung für Ethik, Recht und Politik wurde von Ayelet Shachar geleitet und bestand von 2015 bis 2021.

Die Abteilungen waren unabhängig organisiert und behandelten unterschiedliche gesellschaftliche Dimensionen von Vielfalt, darunter soziokulturelle und religiöse Vielfalt sowie Fragen von Ethik, Recht und Politik.

Neue Leitung und Forschungsschwerpunkte

Am 1. Oktober 2025 übernahm Steffen Mau die Stelle des Direktors. Seine Abteilung trägt den Namen „Ungleichheit, Transformation und Konflikt“. Unter seiner Führung wurden Ungleichheit, Transformation und Konflikt als neue Schwerpunktthemen des Instituts festgelegt.

Am 23. März 2026 beschloss der Senat der Max-Planck-Gesellschaft die Umbenennung in Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft. Gleichzeitig wurde die Politologin Ursula Daxecker als zweite Direktorin ernannt. Sie leitet die Abteilung „Politische Institutionen und Konflikt“. Eine dritte Abteilung ist in Planung. Steven Vertovec soll bis zum Jahresende 2026 als Geschäftsführender Direktor tätig sein. Der Artikel nennt damit sowohl die bestehende Abteilung für soziokulturelle Vielfalt als auch die neu ausgerichteten beziehungsweise geplanten Leitungs- und Forschungsschwerpunkte.

Bibliothek und Veröffentlichung

Die Institutsbibliothek besteht aus zwei Teilen. Der hausinterne Bestand ist nach der Regensburger Verbundklassifikation aufgestellt. Ein weiterer Teil wurde vom Max-Planck-Institut für Geschichte übernommen und befindet sich im Historischen Gebäude der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.

Als Veröffentlichung ist Steven Vertovecs Werk „Superdiversität: Migration und soziale Komplexität“ aufgeführt. Es erschien 2024 als deutsche Erstausgabe bei Suhrkamp in Berlin und trägt die ISBN 978-3-518-58815-4.

Web- und Kataloghinweise

Als Webressourcen nennt der Artikel den Katalog der Deutschen Nationalbibliothek mit Literatur von und über das Institut sowie die Startseite der Institutswebsite www.mmg.mpg.de. Der Abruf der Website ist mit dem 29. Oktober 2024 angegeben.

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