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Maskierung (Chemie)
Maskierung bezeichnet in der Chemie das Unkenntlichmachen einer Substanz durch eine zweite Substanz. Um beispielsweise in der qualitativen anorganischen …
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Bedeutung der Maskierung
Maskierung bedeutet in der Chemie, dass eine Substanz durch eine zweite Substanz „unkenntlich“ gemacht wird. Sie ist besonders in der analytischen Chemie wichtig, weil andere Ionen einen Nachweis oder eine Messung stören können. Dazu gibt man ein Maskierungsmittel zu, das gezielt mit dem störenden Ion reagiert. Häufig entsteht dabei ein stabiler Komplex, also eine Verbindung aus einem Metallion und gebundenen Teilchen. Das Störion kann dann nicht mehr an der eigentlichen Nachweisreaktion teilnehmen.
Beispiel in der qualitativen Analyse
In der qualitativen anorganischen Analytik kann Eisen(III) den Nachweis von Cobalt(II) mit Thiocyanat stören: Eisen(III) bildet mit Thiocyanat eine intensiv rote Färbung. Diese kann die blaue Farbe des Cobaltthiocyanats überdecken.
Durch Zugabe von Fluorid werden die Eisenionen in einen stabilen, farblosen Fluoridokomplex überführt. Dieser Komplex reagiert nicht mehr mit Thiocyanat. Dadurch wird die störende rote Färbung verhindert und Cobalt(II) kann nachgewiesen werden.
Anwendung in der quantitativen Analyse
Auch bei quantitativen Analysen werden Störionen maskiert. Bei der komplexometrischen Titration von Zinkionen in Gegenwart von Eisen(III) können die Eisenionen mit Triethanolamin komplexiert werden. So wird nur Zink erfasst. Der Eisen-Triethanolamin-Komplex ist zu stabil, um mit dem Titrationsmittel EDTA zu reagieren.