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Martin Kappas
Martin Kappas (* 17. September 1961 in Düsseldorf) ist ein deutscher Geograph und Professor an der Universität Göttingen.
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Überblick
Martin Kappas (* 17. September 1961 in Düsseldorf) ist ein deutscher Geograph und Professor an der Universität Göttingen. Für das Verständnis seiner Arbeit sind vor allem drei Fachgebiete wichtig: Fernerkundung, also die Untersuchung der Erdoberfläche mit Daten aus der Distanz, Geographische Informationssysteme (GIS), also digitale Systeme zum Erfassen, Verarbeiten und Darstellen räumlicher Daten, und allgemeine Kartographie, also die Lehre und Praxis der Kartenherstellung.
Ausbildung und akademischer Weg
Kappas studierte Geophysik an der Universität Köln sowie Geologie und Geographie an der Universität Bonn. Danach arbeitete er beim Geologischen Landesamt Nordrhein-Westfalen.
Ab 1990 war er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Physikalische Geographie der Universität Mannheim. Seine Dissertation schloss er 1993 ab, seine Habilitation 1998; beides erfolgte ebenfalls in Mannheim. Von 1998 bis 1999 war er dort als Privatdozent tätig. Seit Oktober 2000 ist er Professor an der Universität Göttingen.
Fachliche Schwerpunkte
Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Fernerkundung, in Geographischen Informationssystemen und in der allgemeinen Kartographie. An der Universität Göttingen leitet er die Abteilung Kartographie, GIS und Fernerkundung. Diese Bereiche verbinden geographische Forschung mit Methoden zur Auswertung, Darstellung und Interpretation räumlicher Informationen.
Ausgewählte Veröffentlichungen
Die ausgewählten Publikationen zeigen Kappas’ Arbeit in der physischen Geographie, Fernerkundung, Kartographie und GIS. 1991 veröffentlichte er mit P. Frankenberg „Temperatur- und Wetterlagentrends in Westdeutschland“ in der Reihe „Mannheimer Geographische Arbeiten“, Band 30.
1994 erschien „Fernerkundung nah gebracht, Leitfaden für Geowissenschaftler“ als „Dümmler Fachbuch“ 7871. Ebenfalls 1994 veröffentlichte er mit P. Frankenberg und H. Himmler „Zur Vegetationsgeographie des Haardtrandes“ in den „Mannheimer Geographischen Arbeiten“, Band 39. 1995 folgte „Zur Geländeklimatologie eines alpinen Talsystems“, Band 40 derselben Reihe.
Weitere Arbeiten behandeln unter anderem Vegetations- und Bodenkunde im Sahel von Burkina Faso, Geographische Informationssysteme sowie die Anwendbarkeit von Fernerkundungsmethoden im regionalen Maßstab. Dazu gehören „Vegetations- und bodenkundliche Arbeiten im Sahel von Burkina Faso“ mit B. Wandelt aus dem Jahr 1996, „Geographische Informationssysteme“ von 2001 und „Naturraumpotential und Landnutzung im Oudalan – eine Fallstudie aus dem Sahel Burkina Fasos zur Anwendbarkeit von Fernerkundungsmethoden im regionalen Maßstab“ von 2006.