Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Liste von Komponisten der Renaissance
Liste von Komponisten der Renaissance · 1 Zeitleiste · 2 Böhmen · 3 Deutschland · 4 England · 5 Franko-Flamen · 6 Dänemark · 7 Italien · 8 Spanien/Portugal …
Inhalt5 Abschnitte
Zweck und Aufbau der Liste
Die Liste ergänzt den Artikel „Musik der Renaissance“. Sie ordnet eine Auswahl von Komponisten der Renaissance nach nationalen Schulen: Böhmen, Deutschland, Dänemark, England, Franko-Flamen, Italien, Spanien/Portugal und Polen. Im Mittelpunkt stehen Namen sowie Lebens- oder Wirkungsdaten; Aussagen zu Stil, Werken oder musikalischen Verfahren enthält die Quelle nicht.
Eine eigene Zeitleiste ist zwar als Abschnitt vorgesehen, im vorliegenden Text aber nicht ausgefüllt. Die Datierungen reichen ungefähr von frühen, um 1400 geborenen Komponisten bis zu Personen, die bis in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts lebten. Dadurch berührt die Liste neben der Renaissance auch Übergänge zum Frühbarock. Für Komponisten des Frühbarock verweist sie auf die „Liste von Barockkomponisten“.
Böhmen, Deutschland und Dänemark
Für Böhmen nennt die Liste Kryštof Harant z Polžic a Bezdružic (1564–1621).
Die deutsche Auswahl umfasst unter anderem Conrad Paumann (um 1410–1473), Paul Hofhaimer (1459–1537), Ludwig Senfl (um 1486 – um 1543), Caspar Othmayr (1515–1553), Georg Forster (um 1510–1568), Hans Leo Haßler (1564–1612), Leonhard Lechner (um 1553–1606), Johannes Eccard (1553–1611) und Michael Praetorius (1571–1621). Mehrere Namen werden mit abweichenden Namensformen angegeben, etwa Hans Judenkönig, auch Hans Judenkünig, und Lorenz Lemlin, auch Laurenz Lemlin. Die vielen Praetorius-Einträge beziehen sich auf unterschiedliche Personen, darunter Jacob Praetorius der Ältere, Jacob Praetorius der Jüngere und Hieronymus Praetorius.
In Dänemark erscheinen Melchior Borchgrevinck (um 1570–1632), Mogens Pedersøn (um 1585–1623), Hans Nielsen (um 1585 – nach 1626), Truid Aagesen (1593–1625) und Jacob Ørn (vor 1600–1654).
England
Die englische Gruppe reicht von frühen Vertretern wie John Dunstable (* um 1380 oder 1390; † 1453 in England), Leonel Power († 1445) und Walter Frye († um 1474) bis zu Komponisten, deren Leben deutlich in das 17. Jahrhundert hineinreicht, etwa William Byrd (1543 oder 1544–1623), Richard Carlton (um 1558–1638) und John Wilbye (1574–1638).
Weitere genannte Komponisten sind William Cornysh (um 1468–1523), John Taverner (um 1490–1545), Thomas Tallis (um 1505–1585), Christopher Tye (um 1505 – um 1572), Robert White (1538–1574), Thomas Morley (1557–1602), John Dowland (unsicher: 1563–1626) und Anthony Holborne (um 1545–1602). Auch Heinrich VIII. (1491–1547) ist aufgeführt. Bei Henry Stoning nennt die Liste keine Lebensdaten, sondern nur die Einordnung „zur Zeit Elisabeths I./James’ I.“.
Franko-flämische Komponisten
Die franko-flämische Auswahl ist besonders umfangreich und umfasst auch zwei anonyme Einträge: ein Album of Margaret of Austria (Brussels, Roy. Libr., Ms. 288, um 1430) sowie das Zeghere van Male Songbook (Cambrai, Bl. Municipale, Ms.125-28, 1542).
Zu den früh datierten Namen gehören Guillaume Dufay (1397–1474), Gilles Binchois (* um 1400; † 1460 in Hennegau), Johannes Ockeghem (um 1410 oder 1430–1497), Antoine Busnoys (um 1430–1492), Loyset Compère (um 1445–1518), Heinrich Isaac (um 1450–1517), Jacob Obrecht (* um 1457 oder 1458 in Gent; † 1505 in Ferrara) und Josquin Desprez, auch des Prez oder des Près (* um 1440 oder 1450; † 1521 in Picardie, Hennegau).
Für das 16. Jahrhundert nennt die Liste unter anderem Nicolas Gombert (* um 1500; † 1560 oder 1556 in Brügge), Clemens non Papa (* um 1512; † 1555 oder 1556 in Middelburg), Cipriano de Rore (1516–1565), Orlando di Lasso (1532–1594), auch Roland de Lassus, Philippe de Monte (1521–1603), Giaches de Wert (1535–1596) und Adrian Willaert (* um 1480 oder 1490; † 1562). Mehrere Angaben bleiben ausdrücklich unsicher oder nennen nur eine Wirkungszeit, zum Beispiel Pierre Certon (unsicher: 1510–1572).
Italien, Spanien/Portugal und Polen
Die italienische Gruppe beginnt mit dem Codex Faenza (um 1410 oder 1420), also einem Codex und nicht einer einzelnen namentlich genannten Person. Genannt werden außerdem Francesco Canova da Milano (1497–1543), Andrea Gabrieli (1510–1586), Giovanni Gabrieli (um 1556–1612), Vincenzo Galilei (1520–1591), Don Carlo Gesualdo (1566–1613), Luca Marenzio (1553 oder 1554–1599), Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525–1594) und Claudio Monteverdi (1567–1643). Auch Maddalena Casulana ist mit einer Wirkungsangabe verzeichnet: bl. 1566/83.
Für Spanien und Portugal führt die Liste unter anderem Antonio de Cabezón (1510–1566), Juan del Encina (1468–1529), Cristóbal de Morales (um 1500–1553), Francisco Guerrero (1528–1599), Tomás Luis de Victoria (1548–1611), Manuel Cardoso (1566–1650), Duarte Lobo (um 1565–1646) und Filipe de Magalhães (1571–1652) auf. Hinzu kommt ein anonymer Eintrag aus Sevilla, Bibl. Columbina, Ms. 5-1-43 (um 1430).
Die polnische Auswahl enthält Piotr z Grudziądza (um 1392 – um 1480), Georg Liban (1464 – um 1546), Wacław z Szamotuł (um 1520 – um 1560), Cyprian Bazylik (1535 – um 1600), Mikołaj Gomółka (um 1535 – um 1591), Marcin Leopolita (um 1540 – um 1584), Wojciech Długoraj (um 1557–1619) und weitere Namen.