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Kreislaufaxiom
In der Ökonomie besagt das Kreislaufaxiom, dass die Summe aller Zuströme eines Poles gleich der Summe aller Abströme ist. Das Kreislaufaxiom spielt eine …
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Definition und Funktion
Das Kreislaufaxiom ist ein Grundsatz der Ökonomie: Die Summe aller Zuströme eines Pols ist gleich der Summe aller Abströme. Ein Pol bezeichnet dabei einen zusammengefassten wirtschaftlichen Beteiligten oder Bereich. Das Axiom beschreibt somit einen geschlossenen Wirtschaftskreislauf.
Es ist wichtig für Kreislaufmodelle, mit denen wirtschaftliche Zahlungsvorgänge zwischen Staat, Haushalten und Unternehmen dargestellt werden. Der einfachste Anwendungsfall ist eine statische, geschlossene Wirtschaft ohne Staat.
Bedeutung für die Wirtschaftsanalyse
Das Kreislaufaxiom ist das Konstruktionsprinzip der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR). Diese erfassen die wirtschaftlichen Vorgänge einer Volkswirtschaft in zusammengefasster Form.
Das Axiom dient zunächst der rein beschreibenden Ex-post-Analyse: Bereits erfolgte wirtschaftliche Beziehungen zwischen den Wirtschaftssubjekten werden auf einer aggregierten, also zusammengefassten Ebene untersucht. Diese Untersuchung heißt Kreislaufanalyse. Grundlegende Identitäten eines Kreislaufmodells lassen sich dabei als Gleichungen darstellen.
Ex-post- und Ex-ante-Perspektive
Ex post, also rückblickend, müssen die Zu- und Abflüsse von Geldmengen zwischen den Wirtschaftsbeteiligten stets gleich sein. Beide Größen werden in Geldeinheiten gemessen.
Ex ante, also im Voraus, bezieht sich das Kreislaufaxiom dagegen auf die näherungsweise Planung zukünftiger Zu- und Abflüsse. Diese Planung sagt noch nichts darüber aus, welche Geldströme später tatsächlich eintreten.
Angebot und Nachfrage nach Gütern können deshalb als Plangrößen verstanden werden:
- Das Gesamtangebot entspricht den insgesamt geplanten Güterverkäufen einschließlich der damit geplanten Gesamteinnahmen.
- Die Gesamtnachfrage entspricht den insgesamt geplanten Güterkäufen einschließlich der damit geplanten Gesamtausgaben.