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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Kivalina

Es handelt sich um eine traditionelle Eskimo-Gemeinde der Iñupiat, die von Subsistenzwirtschaft lebt. Kivalina Kivalliñiq. Blick auf Kivalina (Juli 2012) …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Lage
  2. 2. Entwicklung der Siedlung
  3. 3. Gefährdung durch Umweltveränderungen
  4. 4. Pläne für eine Umsiedlung

Überblick und Lage

Kivalina (Inupiaq: Kivalliñiq) ist eine als City anerkannte Siedlung im Northwest Arctic Borough des US-Bundesstaats Alaska. Sie ist eine traditionelle Gemeinde der Iñupiat und lebt von Subsistenzwirtschaft, also überwiegend von selbst gewonnenen Lebensmitteln und anderen Gütern. Bei der Volkszählung 2020 wurden 444 Einwohner und 158 Haushalte ermittelt.

Der Ort liegt 125 km nordwestlich von Kotzebue an der Südspitze einer 12 km langen Barriereinsel. Eine Barriereinsel ist eine schmale, der Küste vorgelagerte Insel; hier trennt sie die Kivalina Lagoon von der Tschuktschensee. Kivalina umfasst 10,78 km², davon 4,23 km² Land, und liegt 4 m über dem Meeresspiegel. Die Bevölkerungsdichte beträgt 105 Einwohner je km².

Entwicklung der Siedlung

1847 erwähnte Lawrenti Alexejewitsch Sagoskin, Leutnant der Kaiserlich Russischen Marine, Kivalina erstmals als Iñupiat-Gemeinde unter dem Namen „Kivualinagmut“. Kivalina ist die einzige Siedlung der Region, deren Einwohner Grönlandwale jagen.

Die Siedlung lag ursprünglich am Nordende der Barriereinsel und wurde später an ihren heutigen Standort verlegt. Beim United States Census 1920 wurde sie als gemeindefreies indigenes Dorf geführt. 1960 entstand ein Flugplatz. Kivalina wurde 1969, nach anderen Quellen 1970, zu einer „Stadt zweiten Ranges“ (second-class city) erhoben; anschließend wurden eine neue Schule und ein Elektrizitätsnetz errichtet.

Im Sommer 2020 wurde eine Brücke über die Kivalina Lagoon zum Festland fertiggestellt. Sie ermöglicht bei Stürmen und anderen Unwettern eine schnelle Evakuierung der Bevölkerung.

Gefährdung durch Umweltveränderungen

Kivalina ist besonders durch die Folgen der globalen Erwärmung bedroht. Der Meeresspiegel steigt und das Meerwasser erwärmt sich. Dadurch nehmen Erosion, Stürme und Überflutungen zu.

Zusätzlich bildet sich das Meereis vor der Küste im Herbst nicht mehr früh genug. Dieses Eis schützt die Insel normalerweise vor den Sturmfluten der Winterstürme. Sein verspätetes Entstehen macht die schmale Barriereinsel daher verwundbarer.

Pläne für eine Umsiedlung

Neben den Umweltgefahren belastet die hohe Bevölkerungsdichte auf der kleinen Landfläche die Gemeinde. Seit Jahren gibt es verschiedene Pläne, Kivalina auf das Festland zu verlegen. Der im Artikel genannte aktuelle Plan sieht vor, eine neue Schule 10 km landeinwärts zu bauen.

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