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Karlheinz Hecht
Karlheinz Hecht (* 24. Juni 1928 in München; † 22. Juni 2025 in Gräfelfing) war ein deutscher Anglist und Hochschullehrer für Didaktik der Englischen …
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Person und Bedeutung
Karlheinz Hecht (* 24. Juni 1928 in München; † 22. Juni 2025 in Gräfelfing) war ein deutscher Anglist und Hochschullehrer. Sein Fachgebiet war die Didaktik der englischen Sprache und Literatur, also die wissenschaftliche Untersuchung von Zielen, Grundlagen und Methoden des Englischunterrichts. Seine Arbeit verband sprachwissenschaftliche, sprachpsychologische und pädagogische Fragen mit der praktischen Gestaltung des Unterrichts.
Ausbildung und akademischer Werdegang
Hecht besuchte in München die Grundschule und ein humanistisches Gymnasium. Ab 1950 studierte er an der Universität München Anglistik, Germanistik, Geschichte, Pädagogik und Philosophie. 1952/53 war er Fulbright-Austauschstudent an der Iowa State University. Das erste und zweite Staatsexamen für den höheren Schuldienst legte er 1956 beziehungsweise 1958 an der Universität München ab.
Zunächst arbeitete Hecht viele Jahre als Lehrer. Außerdem unterrichtete er an der University of Maryland deutsche Sprache und Geschichte. Von 1964 bis 1974 war er Dozent an der Pädagogischen Hochschule München. Nach der Fortsetzung seines Studiums promovierte er 1970 bei Fritz Sippel an der Universität München. 1975 übernahm er dort eine ordentliche Professur für Didaktik der englischen Sprache. 1993/94 ging er in den Ruhestand; seine Nachfolgerin wurde Friederike Klippel.
Forschung und Veröffentlichungen
Hechts Veröffentlichungen behandeln vor allem die Planung und Gestaltung des Englischunterrichts, seine linguistischen und didaktischen Grundlagen sowie die Bewertung von Schülerleistungen. Seine Dissertation von 1970 untersuchte methodengeschichtlich und kritisch die linguistischen, sprachpsychologischen und didaktischen Prinzipien des Englischunterrichts in der Hauptschule.
Zu seinen wichtigen Buchveröffentlichungen gehören Englisch, Sekundarstufe I. Unterrichtsplanung und Unterrichtsgestaltung (1974/1977; 3. Auflage 1982) und, gemeinsam mit Ludwig Waas, Englischunterricht konkret (1980; 5. Auflage 1998). Zusammen mit Peter S. Green veröffentlichte er 1983 Fehleranalyse und Leistungsbewertung im Englischunterricht der Sekundarstufe I.
Weitere Arbeiten befassen sich mit Zielen und Wirklichkeit des schulischen Fremdsprachenunterrichts, mit grammatischer Kompetenz und Performanz, mit impliziter und expliziter Grammatik sowie mit der Selbstkorrektur beim mündlichen Kommunizieren in Englisch als Fremdsprache. Außerdem untersuchte Hecht das Sprachbewusstsein deutscher Schülerinnen und Schüler und formulierte Sprachbewusstheit als Lernziel. Er war zudem Mitarbeiter an Schullehrbüchern für den Englischunterricht.