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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Käte Friedemann

Sie war die Verfasserin des im Bereich der Erzähltheorie und Narratologie vielzitierten Werks Die Rolle des Erzählers in der Epik (1910). Ein Vorabdruck …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Ausbildung
  2. 2. Leben und Forschung
  3. 3. Wichtige Werke

Bedeutung und Ausbildung

Käthe Auguste „Käte“ Friedemann (* 1. November 1874 in Berlin; † nach 1949) war eine deutsche Literaturwissenschaftlerin. Besonders wichtig ist ihr für Erzähltheorie und Narratologie – die wissenschaftliche Untersuchung von Erzählformen – vielzitiertes Werk Die Rolle des Erzählers in der Epik (1910). Es untersucht die Stellung und Funktion des Erzählers in epischer Dichtung.

Friedemann besuchte ab 1891 die Privatschule für Mädchen „Neu-Watzum“ in Wolfenbüttel. Von Mai 1905 bis November 1907 studierte sie an der Universität Bern. Am 15. November 1907 wurde sie bei Oskar Walzel mit der Arbeit Untersuchungen über die Stellung des Erzählers in der epischen Dichtung promoviert. Diese Arbeit erschien 1908 zunächst als Aufsatz in der Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft und 1910 in überarbeiteter Form als Buch.

Leben und Forschung

Friedemann lebte nach dem Studium wieder in Berlin und konvertierte wie mehrere Familienmitglieder zum römisch-katholischen Glauben. Mitte der 1930er Jahre emigrierte sie nach Palästina. In Jerusalem schrieb sie unveröffentlichte Romane. Möglicherweise übersiedelte sie Ende der 1940er Jahre in die USA.

Ihre wissenschaftlichen Veröffentlichungen stehen vor allem im Zusammenhang mit der um 1910 neu ausgerichteten und besonders lebhaften Romantik-Forschung. Sie behandelte dabei unter anderem Weltanschauung, Erkenntnis, Sehnsucht, Tod, Ironie, Kunst, Religion, Ethik und Liebe in der deutschen Romantik.

Wichtige Werke

Ihre beiden Monographien sind Untersuchungen über die Stellung des Erzählers in der epischen Dichtung (Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1908) und Die Rolle des Erzählers in der Epik (H. Haessel, Leipzig 1910; Untersuchungen zur neueren Sprach- und Literaturgeschichte, N. F. Heft 7).

Zu ihren weiteren Arbeiten zählen Aufsätze wie Der Erzähler in der epischen Dichtung (1913), Das Erkenntnisproblem in der deutschen Romantik (1916–1917), Die romantische Ironie (1919), Die romantische Kunstanschauung (1925), Die Religion der Romantik (1925), Henrik Ibsen und das Christentum (1928), Das Symbolische im Werke Henrik Ibsens (1929), Die ethischen Anschauungen der deutschen Romantik (1932), Das Wesen der Liebe im Weltbilde der Romantik (1935) und Zur Psychologie des Nationalismus (1942). Außerdem gab sie Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausens Der abenteuerliche Simplicissimus mit einer Einführung heraus (Berlin [1922]) und wirkte an der deutschen Ausgabe von Louisa Staehelins Vom Sturme verweht (1924) mit.

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