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Jean Bennett (Medizinerin)

Jean Bennett (* 1954) ist eine US-amerikanische Augenärztin an der University of Pennsylvania. Sie gilt als eine Pionierin der Gentherapie.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Augenärztin und Pionierin der Gentherapie
  2. 2. Forschung und akademische Tätigkeit
  3. 3. Auszeichnungen

Augenärztin und Pionierin der Gentherapie

Jean Bennett (* 1954) ist eine US-amerikanische Augenärztin an der University of Pennsylvania. Sie gilt als Pionierin der Gentherapie, also einer Behandlung, bei der genetische Ursachen einer Krankheit gezielt beeinflusst werden.

Bennett und ihre Kollegen, darunter ihr Ehemann Albert M. Maguire, erreichten nach langjähriger translationaler Forschung erstmals eine erfolgreiche Gentherapie für eine erblich bedingte Form der Blindheit: die Lebersche kongenitale Amaurose. Translationale Forschung bedeutet, wissenschaftliche Erkenntnisse so weiterzuentwickeln, dass sie in der medizinischen Behandlung eingesetzt werden können.

Forschung und akademische Tätigkeit

Bennett studierte Biologie an der Yale University und erwarb 1976 den Bachelor. 1980 promovierte sie an der University of California, Berkeley, in Zoologie beziehungsweise Zell- und Entwicklungsbiologie. 1986 schloss sie das Medizinstudium an der Harvard Medical School mit dem M.D. ab.

Seit 1992 arbeitet sie an der Perelman School of Medicine der University of Pennsylvania. Sie war dort Professorin für Augenheilkunde sowie Zell- und Entwicklungsbiologie und ist seit 2021 emeritiert. Außerdem ist sie Co-Direktorin des Center for Advanced Retinal & Ocular Therapeutics (CAROT).

Ihre Forschung umfasst neben der Leberschen kongenitalen Amaurose die Gentherapie der Choroideremie, einer weiteren erblichen Ursache für Erblindung, weitere genetisch bedingte Formen von Blindheit sowie Ursachen der Degeneration der Aderhaut. Ihr h-Index beträgt laut Google Scholar 86 und laut Scopus 76 (jeweils Stand August 2026).

Auszeichnungen

Bennett wurde 2008 Mitglied des Institute of Medicine, das heute National Academy of Medicine heißt. Weitere Auszeichnungen und Mitgliedschaften sind der Human Gene Therapy Pioneer Award (2014), die Mitgliedschaft in der American Academy of Arts and Sciences (2015), der Prémio de Visão António Champalimaud (2018), die George M. Kober Lectureship (2021), die Mitgliedschaft in der National Academy of Sciences (2022), der Harrington Prize for Innovation in Medicine (2023) und der Breakthrough Prize in Life Sciences (2026).

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