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Index der wirtschaftlichen Komplexität
Eine hohe wirtschaftliche Komplexität erreicht ein Land, wenn es eine große Vielfalt von verschiedenartigen Gütern mit hoher Komplexität exportiert. Der …
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Definition und Bedeutung
Der Index der wirtschaftlichen Komplexität ist ein wirtschaftlicher Indikator. Er soll zeigen, wie vielfältig die Güterexporte einer Volkswirtschaft sind und wie komplex die ausgeführten Güter sind. Eine hohe wirtschaftliche Komplexität erreicht ein Land, wenn es viele verschiedenartige Güter mit hoher Komplexität exportiert. Der Indexwert wird aus den vorhandenen Außenhandelsdaten der jeweiligen Länder ermittelt.
Der Index wurde vom chilenischen Statistiker César Hidalgo vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) und vom venezolanischen Ökonomen Ricardo Hausmann von der Harvard University konzipiert.
Typische Beispiele
Saudi-Arabien steht beispielhaft für eine wenig diversifizierte Exportstruktur: Das Land exportiert vor allem Erdöl und weiterverarbeitete Petroleumerzeugnisse. Japan und Südkorea führen dagegen eine vielfältige Palette hochkomplexer Güter aus, darunter Maschinen, Fahrzeuge, chemische Produkte und Elektronik. Der Index soll diesen Unterschied in der Vielfalt und Komplexität der Exporte durch einen Zahlenwert vergleichbar machen.
Spitzenplätze im Jahr 2019
Die Rangliste bezieht sich auf den Stand von 2019. An der Spitze lag Japan mit einem Indexwert von 2,487118. Es folgten die Schweiz mit 2,131523, Deutschland mit 2,065511, Südkorea mit 2,049578 und Singapur mit 1,997381.
Weitere hoch eingestufte Länder waren Tschechien auf Rang 6 mit 1,802727, Österreich auf Rang 7 mit 1,771502, Schweden auf Rang 8 mit 1,748605, Slowenien auf Rang 9 mit 1,636716 und Ungarn auf Rang 10 mit 1,632004. Die Vereinigten Staaten erreichten Rang 11 mit 1,56816, das Vereinigte Königreich Rang 12 mit 1,551274. Italien stand auf Rang 15 mit 1,367583 und die Volksrepublik China auf Rang 16 mit 1,345562.
Mittelfeld und negative Werte
Im weiteren Verlauf der Rangliste lagen unter anderem Kanada auf Rang 36 mit 0,692951, Saudi-Arabien auf Rang 39 mit 0,622651, die Türkei auf Rang 40 mit 0,610807 und Indien auf Rang 43 mit 0,460608. Russland erreichte Rang 52 mit 0,120892, Vietnam Rang 56 mit 0,051981 und Südafrika Rang 60 mit 0,03067.
Ab dem anschließend aufgeführten Bahrain-Eintrag auf Rang 63 mit −0,013926 waren die Werte negativ. Beispiele sind Ägypten auf Rang 67 mit −0,146508, Chile auf Rang 71 mit −0,206601, Iran auf Rang 80 mit −0,349011, Australien auf Rang 86 mit −0,454162, Pakistan auf Rang 93 mit −0,664463 und Bangladesch auf Rang 105 mit −0,88344.
Die Tabelle enthält allerdings einen widersprüchlichen Doppeleintrag: Bahrain erscheint sowohl auf Rang 59 mit 0,03819 als auch auf Rang 63 mit −0,013926. Außerdem folgen einzelne Indexwerte nicht genau der angegebenen Rangfolge, etwa bei den Rängen 83 bis 87.
Untere Plätze der Rangliste
Am unteren Ende lagen zahlreiche Länder mit Indexwerten unter −1. Dazu gehörten Myanmar auf Rang 114 mit −1,000286, Tansania auf Rang 115 mit −1,0031, Algerien auf Rang 116 mit −1,027936 und Ecuador auf Rang 117 mit −1,109666.
Die letzten zehn Positionen belegten Mauretanien auf Rang 124 mit −1,369835, die Republik Kongo auf Rang 125 mit −1,37599, Gabun auf Rang 126 mit −1,435454, Angola auf Rang 127 mit −1,48702, Venezuela auf Rang 128 mit −1,493201, Kamerun auf Rang 129 mit −1,527305, Papua-Neuguinea auf Rang 130 mit −1,567381, Liberia auf Rang 131 mit −1.701514, Guinea auf Rang 132 mit −1,752985 und Nigeria auf Rang 133 mit −1,773231. Nigeria wies damit in der angegebenen Tabelle den niedrigsten Indexwert auf.