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Hauraki Gulf
Der Hauraki Gulf, seit dem 25. September 2014 offiziell Hauraki Gulf / Tīkapa Moana genannt, ist eine große Bucht im Nordwesten der Nordinsel von Neuseeland …
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Überblick und Entstehung
Der Hauraki Gulf, seit dem 25. September 2014 offiziell Hauraki Gulf / Tīkapa Moana genannt, ist eine große Bucht im Nordwesten der Nordinsel Neuseelands mit Zugang zum Pazifischen Ozean. Er entstand nach der letzten Eiszeit vor rund 10.000 Jahren. Als die Eismassen schmolzen, stieg der Meeresspiegel an und überflutete die große Ebene zwischen den heutigen Inseln. Dadurch wurde sie Teil des Ozeans. Es entstand ein flaches Gewässer mit zahlreichen Buchten, Landzungen und Naturhäfen. Die Küste war durch Mündungsarme, Feuchtgebiete und eine üppige Küstenwaldlandschaft geprägt.
Lage und räumliche Gliederung
Der Hauraki Gulf liegt östlich von Auckland zwischen Northland und Auckland im Westen sowie der Coromandel Peninsula im Osten. Im Süden gehört die Bucht des Firth of Thames zum Golf. Im Norden zählen die östliche und westliche Seite von Te Hauturu-o-Toi / Little Barrier Island dazu; nach Nordosten wird das Gewässer durch Great Barrier Island begrenzt.
Die Verbindung zum Pazifischen Ozean erfolgt über drei Wasserwege, die geographisch noch dem Hauraki Gulf zugerechnet werden: den Jellicoe Channel zwischen Northland und Te Hauturu-o-Toi / Little Barrier Island, den Cradock Channel zwischen Te Hauturu-o-Toi / Little Barrier Island und Great Barrier Island sowie den Colville Channel zwischen Great Barrier Island und der Coromandel Peninsula.
Zu den größten Inseln im Golf gehören Kawau Island östlich von Warkworth sowie Rangitoto Island, Motutapu Island, Waiheke Island und Ponui Island / Chamberlins Island östlich von Auckland.
Namen und kulturelle Herkunft
Eine mögliche Erklärung für den Namen Hauraki ist die Zusammensetzung aus hau und raki. Da hau in der Sprache der Māori unter anderem „Wind“ und raki „Nord“ bedeutet, kann Hauraki mit „Nördlicher Wind“ übersetzt werden.
Weitere Māori-Namen des Golfs sind Tikapa Moana und Te Moananui a Toi. Sie gehen auf die Māori-Mythologie zurück. Danach ging das Arawa Waka, ein Kanu, in der geschützten Bucht des Hauraki Gulf an der Küste der Coromandel Peninsula an Land; seine Crew siedelte dort.
Hauraki Gulf Marine Park
Der Hauraki Gulf Marine Park umfasst 13.900 km² und damit ein wesentlich größeres Gebiet als der eigentliche Hauraki Gulf. Das Meeresschutzgebiet wurde im Jahr 2000 eingerichtet, um das einzigartige ökologische Seegebiet vor negativen Einflüssen des Ballungsraums Auckland sowie der Land- und Viehwirtschaft zu schützen.
In die Schutzzone wurden deshalb die Wassereinzugsgebiete des Hauraki Gulf einbezogen. Auch die südlich angrenzende, intensiv landwirtschaftlich genutzte Hauraki Plains gehört dazu, weil sie zum Wassereinzugsgebiet des Golfs zählt. Zusätzlich wurden die Coromandel Peninsula und das östlich vor ihrer Küste liegende Seegebiet aufgenommen.
Trotz der Schutzmaßnahmen gelangten weiterhin Dünger und Abwasser in den Golf. Die Küstenregion gilt als das am schnellsten wachsende Siedlungsgebiet Neuseelands. Das Fischen blieb im Meeresschutzgebiet erlaubt. Dadurch kam es zu einem großen Rückgang der Biodiversität. Bis 2019 nahmen die Bestände einiger wichtiger Meerestiere dramatisch ab; außerdem verschwand der früher vorherrschende Tangwald.