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Gotthold Ephraim Lessing (Dirigent)

Gotthold Ephraim Lessing (* 27. September 1903 in Wattenscheid; † 6. Juli 1975 in München) war ein deutscher Dirigent und Hochschullehrer.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Person und Bedeutung
  2. 2. Ausbildung und beruflicher Weg
  3. 3. Bearbeitung von Wagners Ring
  4. 4. Privates und Auszeichnung
  5. 5. Eigene Werke und Schriften

Person und Bedeutung

Gotthold Ephraim Lessing (* 27. September 1903 in Wattenscheid; † 6. Juli 1975 in München) war ein deutscher Dirigent und Hochschullehrer. Als Dirigent widmete er sich vor allem der Neuen Musik. Besonders bekannt blieben seine Bearbeitungen von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“, durch die das Werk auch an kleineren Opernhäusern aufgeführt werden kann.

Ausbildung und beruflicher Weg

Nach dem Abitur studierte Lessing am Hüttner-Konservatorium in Dortmund und zeitweise in Hagen. Zu seinen Lehrern gehörte Gerard Bunk. 1921 legte er die Prüfung zum Musiklehrer ab und begann in Dortmund als Solorepetitor und Studienleiter. Ein Solorepetitor begleitet und betreut Sänger bei der musikalischen Einstudierung von Opern.

Von 1924 bis 1929 arbeitete Lessing als Solorepetitor und Kapellmeister in Duisburg. Danach war er von 1929 bis 1933 1. Kapellmeister am Staatstheater Danzig und von 1933 bis 1935 in derselben Funktion am Landestheater Coburg. Von 1935 bis 1937 wirkte er als musikalischer Oberleiter am Stadttheater Plauen.

1937 wurde er Generalmusikdirektor des Sinfonie- und Kurorchesters Baden-Baden. Dieses Ensemble wurde 1946 zum Großen Orchester des Südwestfunks; Lessing blieb bis 1948 dessen Chefdirigent. Anschließend ging er als musikalischer Oberleiter für Oper und Konzert nach Lübeck. 1956 übernahm er die Meisterklasse für Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater München. Von 1963 bis 1971 leitete er als Chefdirigent das Staatliche Türkische Symphonieorchester (Cumhurbaşkanlığı Senfoni Orkestrası).

Bearbeitung von Wagners Ring

Lessing verkleinerte die sehr umfangreiche Orchesterbesetzung von Wagners „Ring des Nibelungen“, besonders bei den Blech- und Holzbläsern. Seine Fassung sieht vier Hörner, drei Posaunen, drei Trompeten, eine Basstuba und jeweils zweifach besetzte Holzbläser vor. Dadurch wurde das Werk auch für „normale“ Opernhäuser und kleinere Theater spielbar. Diese Bearbeitung wird bis in die Gegenwart aufgeführt und ist auch auf DVDs dokumentiert.

Privates und Auszeichnung

Lessing war in erster Ehe mit Anna Lessing verheiratet. Das Paar hatte zwei Kinder, Verena und Peter Lessing. Von seiner Tätigkeit als Dirigent sind nur sehr wenige Tondokumente erhalten. Am 21. Januar 1970 überreichte ihm Bundespräsident Gustav Heinemann das Große Bundesverdienstkreuz.

Eigene Werke und Schriften

Lessings kompositorisches Werk umfasst eine Oper, Lieder und Klavierwerke. Die Klavierwerke liegen nur als Manuskript vor.

1934 veröffentlichte er in Danzig beim Westpreußischen Verlag das „Handbuch des Opernrepertoires“. Eine zweite, erweiterte Auflage erschien 1952 unter dem Titel „Handbuch des Opern-Repertoires“ bei Boosey & Hawkes in London.

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