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Glee (Musik)
Glee war eine nur in England gebräuchliche Liedform (meist a cappella und männliche Singstimmen) für drei oder mehr Stimmen.
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Grundform
Glee war eine Liedform, die nur in England gebräuchlich war. Sie wurde meist a cappella, also ohne Instrumentalbegleitung, gesungen und war für drei oder mehr Stimmen angelegt. Typisch waren männliche Singstimmen.
Entwicklung und Bedeutung
Der Name Glee taucht erstmals im 17. Jahrhundert in John Playfords Musiksammlung The Musical Companion auf; genannt wird eine Ausgabe von 1667.
Der erste Glee Club war der Noblemen and Gentlemen's Catch Club of London, der 1761 gegründet wurde. Glee-Gesangsvereine wurden im 18. Jahrhundert beliebt und blieben es bis ins 19. Jahrhundert. In diesen Clubs waren nur Männer zugelassen, deshalb wurden auch Altpartien regelmäßig von Männerstimmen gesungen.
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren Glee Clubs, neben den rein männlichen englischen Kathedralchören, eines der wenigen Rückzugsgebiete, in denen regelmäßig Countertenöre eingesetzt wurden. Ein Countertenor ist eine hohe männliche Singstimme.
Komponisten und Beispiele
Die Form war besonders im 18. und 19. Jahrhundert populär. Zu den bekannten Komponisten des Glee zählen Thomas Brewer (* 1611), John Travers (um 1703-1758), William Hayes (1708-1777), Thomas Arne (1710-1778), Samuel Webbe (1740-1816) und William Horsley (1774-1858).
Als Beispiele nennt der Artikel zwei Werke von Samuel Webbe: Glorious Apollo und Discord!. Glorious Apollo besingt gemeinsames Singen, Harmonie, Freude und Einheit. Discord! stellt den Gegensatz zwischen Zwietracht und Frieden dar: Die Zwietracht wächst bedrohlich an, wird aber durch den herabkommenden Frieden beendet.