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Giant’s Causeway

Der Giant's Causeway ist seit 1986 UNESCO-Welterbestätte. Er besteht aus etwa 40.000 gleichmäßig geformten Basaltsäulen, deren Alter etwa 60 Millionen Jahre …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Lage und Bedeutung
  2. 2. Aufbau der Basaltsäulen
  3. 3. Besuch und heutige Wahrnehmung
  4. 4. Die Legende von Fionn McCumhaill

Lage und Bedeutung

Der Giant’s Causeway, auf Deutsch „Straße des Riesen“, ist eine besondere geologische Felsformation an der nördlichen Küste der Grafschaft Antrim in Nordirland. Er liegt östlich des kleinen Städtchens Bushmills und knapp 100 km von Belfast entfernt. Die Küste gehört seit 1986 zum UNESCO-Welterbe. Die Welterbestätte trägt den Namen „Die ‚Straße des Riesen‘ (Giant’s Causeway) und ihre Küste“ und ist als Naturerbe nach den Kriterien (vii) und (viii) anerkannt. Sie umfasst eine Fläche von 239,405 ha, trägt die Referenznummer 369 und gehört zur UNESCO-Region Europa und Nordamerika. 2016 wurde die Eintragung erweitert.

Aufbau der Basaltsäulen

Der Giant’s Causeway besteht aus etwa 40.000 gleichmäßig geformten Basaltsäulen. Ihr Alter beträgt etwa 60 Millionen Jahre. Rund die Hälfte der Säulen besitzt einen sechseckigen Querschnitt; daneben kommen Säulen mit vier, fünf, sieben oder acht Ecken vor. Die größten Steinsäulen sind zwölf Meter hoch, und die Gesteinsschicht ist bis zu 25 m dick.

Die Formation zieht sich ungefähr fünf Kilometer entlang der Klippen und endet im Meer. Nach der alten Legende von Fionn mac Cumhaill setzt sich der Damm auf der schottischen Küste als Fingal’s Cave fort. Die wissenschaftliche Erklärung bezieht sich dagegen auf vulkanische Vorgänge: Der Basaltdamm entstand durch die Abkühlung heißer Lava. Senkrechte Basaltsäulen können sich bilden, wenn Lava sehr langsam und gleichmäßig abkühlt.

Während der Abkühlung schrumpft das Material. Dadurch entstehen Spannungsrisse, die langsam in die Lava hineinlaufen. Sie breiten sich senkrecht zur Abkühlungsfläche aus und teilen das Gestein in Säulen. Die regelmäßigen Formen, besonders die häufigen sechseckigen Querschnitte, sind somit das Ergebnis dieses Abkühlungs- und Schrumpfungsprozesses. Der Vulkan, dessen Lava die Formation hervorbrachte, ist inzwischen durch Erosion abgetragen worden.

Besuch und heutige Wahrnehmung

Der Giant’s Causeway ist eine bedeutende Besucherattraktion. 2019 wurde er von rund 998.000 Personen besucht. 2024 lag die Besucherzahl bei etwa 684.000 Personen. Bildliche Übersichten zeigen die Landschaft aus verschiedenen Entfernungen und Blickwinkeln: den ersten Eindruck beim Annähern, die Basaltsäulen aus der Nähe, einen ausgewaschenen Felsen zwischen den Säulen, das Lavafeld von der anderen Seite, den Rückweg zum Visitor Centre und eine Ansicht des Giant’s Causeway von oben.

Die Legende von Fionn McCumhaill

Einer irischen Legende nach wurde der Damm vom Riesen Fionn McCumhaill gebaut, der auch Finn McCool oder Finn McCumhail genannt wird. Fionn fühlte sich eines Tages von seinem schottischen Widersacher Benandonner stark beleidigt. Deshalb errichtete er einen Weg nach Schottland, um Benandonner in einem Duell zu besiegen. Dazu riss er riesige Felsen aus den Küstenklippen und stemmte sie ins Meer.

Nach Abschluss des Baus forderte Fionn Benandonner zum Kampf heraus. Der schottische Riese nahm die Herausforderung an und machte sich auf den Weg nach Irland. Fionn war jedoch durch die Arbeit erschöpft und suchte nach einer Möglichkeit, dem Zusammentreffen zu entgehen. Er verkleidete sich als Baby und wartete mit seiner Frau auf Benandonner.

Als Benandonner eintraf, erklärte Fionns Frau, Fionn sei gerade nicht da, und lud ihn zum Warten auf einen Tee ein. Als Benandonner das angebliche Baby sah, erschrak er. Er schloss aus der Größe des Kindes, dass dessen Vater gigantische Ausmaße haben müsse. Aus Angst vor Fionn rannte er nach Schottland zurück und zerstörte dabei den Damm hinter sich. Auf diese Weise errang Fionn McCumhaill der Legende nach den Sieg.

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