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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Gedächtnis der Nation

Gedächtnis der Nation ist ein Projekt, ins Leben gerufen vom Verein Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation e. V., wobei die Erinnerungen der Menschen …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Gegenstand und heutiger Stand
  2. 2. Entstehung und Entwicklung
  3. 3. Unterstützer und mediale Partner
  4. 4. Kritischer Einwand

Gegenstand und heutiger Stand

„Gedächtnis der Nation“ ist ein Projekt zur Sammlung, Aufzeichnung und Archivierung persönlicher Erinnerungen von Menschen in Deutschland. Ziel ist es, Erfahrungen und Erlebnisse aus der deutschen Geschichte als Zeitzeugenberichte dauerhaft zu bewahren und insbesondere Schulen und Universitäten zugänglich zu machen. Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom Verein „Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation e. V.“. Vorsitzende des Vereins waren Guido Knopp und Hans-Ulrich Jörges. Inzwischen ist das Projekt an die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland übergegangen und in deren Zeitzeugenportal integriert.

Entstehung und Entwicklung

Die Grundlage des Projekts bildet eine 1998 vom ZDF gestartete Sammlung von Interviews mit Menschen über ihre Erlebnisse im 20. Jahrhundert. Ein „Jahrhundertbus“ fuhr durch Deutschland, um Menschen direkt zu erreichen und ihre Erinnerungen aufzuzeichnen. Aus etwa 6000 Gesprächsaufzeichnungen entstand die Grundlage für die Arbeit des Vereins „Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation“, der 2006 von Guido Knopp und Hans-Ulrich Jörges gegründet wurde. Hans-Ulrich Jörges nannte als Auslöser für die Vereinsgründung die Dokumentation der Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden durch die Shoah Foundation.

Im Oktober 2011 war ein weiterer „Jahrhundertbus“ unterwegs, der als TV-Studio eingerichtet war. Dort wurden Video-Interviews mit Zeitzeugen zur deutschen Geschichte geführt. Die Aufzeichnungen sollten im Internet für nachfolgende Generationen dauerhaft aufbewahrt werden. Das Portal startete am 6. Oktober 2011. Zunächst war Christian Wulff Schirmherr des Projekts, später Joachim Gauck. Der damalige Kulturstaatsminister Bernd Neumann war Vorsitzender des Kuratoriums.

Unterstützer und mediale Partner

Das Projekt wurde von mehreren Institutionen und Unternehmen gefördert. Zu den aktiven Unterstützern gehörten die Daimler AG, die Bertelsmann AG mit den Konzerntöchtern Gruner + Jahr und stern, Google mit der Tochter YouTube, die Robert Bosch Stiftung und das ZDF. Außerdem berichtete P.M. History über Themen des Portals.

Kritischer Einwand

Der Historiker Norbert Frei kritisierte das Projekt negativ. Seiner Einschätzung nach werde dort „Erinnerung eigentlich geformt und nicht abgefragt, nicht konserviert“. Damit stellte er infrage, ob die gesammelten Erinnerungen lediglich dokumentiert werden oder ob ihre Auswahl und Aufbereitung die Erinnerung zugleich beeinflussen und gestalten.

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