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Fall of Serenity
Bei diesem Album wurden die Drum-Recordings als auch das Mischen und Mastern von Fabian Hildebrandt von Deserted Fear übernommen. Bereits vorab wurden die …
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Überblick
Fall of Serenity ist eine deutsche Melodic-Death-Metal-Band aus Thüringen und Sachsen. Melodic Death Metal ist eine Form des Death Metal, bei der harte Riffs, aggressive Stimmen und schnelle Passagen mit stärker ausgearbeiteten Melodien verbunden werden. Die Band wurde 1995 als Contrition gegründet, 1998 in Fall of Serenity umbenannt, 2009 aufgelöst und 2011 wiedervereinigt.
Zur ursprünglichen Besetzung gehörten Sänger Lars Ostermann, die Gitarristen Eddy Langner und Alexander Fischer, Bassist Andreas Ferge und Schlagzeuger Ulli Walther. Die aktuelle Besetzung besteht aus John Gahlert am Gesang, Eddy Langner und Ferdinand Rewicki an den Gitarren, Werner Riedl am Schlagzeug und Eik Halle am Bass.
Entwicklung der Band
Fall of Serenity entstand 1998 im thüringischen Schleiz aus der Band Contrition. Der erste Auftritt fand im Oktober 1999 als Opener der US-Metalcore-Band Integrity in Schleiz statt. Schon Ende 1998 nahm die Band erste Stücke im Studio Rape of Harmonies in Triptis auf, veröffentlichte sie aber zunächst nicht.
Im Sommer 1999 nahm Fall of Serenity eine Split-LP mit Heaven Shall Burn auf. Darauf coverte die Band das Heaven-Shall-Burn-Stück Partisan. Im Januar 2000 veröffentlichte das Schweizer Label x83x Records die älteren Aufnahmen als EP Smoldering Doom auf 12-Zoll-Schallplatte; im Juli 2001 erschien die EP auf CD bei Abstraction Communications. Ein Demo mit vier Stücken Ende 2000 führte zu einem Vertrag mit Voice of Life Records.
2001 erschien das erste Studioalbum Grey Man’s Requiem. Danach tourte die Band mit Beyond The Sixth Seal in Deutschland und mit Buried God in Tschechien. 2004 folgte Royal Killing bei Metal Age Productions, in den Vereinigten Staaten über den Vertrieb von Century Media. Später spielte Fall of Serenity mit Dismember und Anata. Das dritte Album Bloodred Salvation wurde von Jacob Hansen gemischt und gemastert und im Mai 2006 bei Lifeforce Records veröffentlicht. Dazu tourte die Band mit Hate Eternal und By Night durch Europa, 2007 außerdem mit Callejon in Deutschland.
Im November 2007 erschien The Crossfire bei Lifeforce Records. Es wurde erneut im Rape-of-Harmonies-Studio aufgenommen und von Dan Swanö gemischt und gemastert. Im Februar 2008 folgte eine Europa-Tour mit Dismember und Hatesphere. The Crossfire erreichte im September 2008 Platz 29 der Deutschen Metal-Rock-Charts.
Auftritte, Trennung und Rückkehr
Zwischen 2006 und 2008 spielte Fall of Serenity auf mehreren größeren Festivals, darunter das erste Vainstream Rockfest 2006, das Party.San Metal Open Air 2006, das Summer Breeze Open Air 2007, das With Full Force 2008 und das Summer Nights Festival 2008 in Österreich.
Nachdem eine geplante Ost-Europa-Tour im Winter 2008 ohne Angabe von Gründen abgesagt worden war, gab die Band im Februar 2009 offiziell ihre Auflösung bekannt. Nach drei Jahren Pause wurde die Wiedervereinigung offiziell. Seit 2012 arbeitete die Band lose an neuen Songs; ab 2019 wurde diese Arbeit intensiver. Einige Vorproduktionen entstanden gemeinsam mit Fabian Hildebrandt von Deserted Fear.
Open Wide, O Hell
Für den 22. März 2024 kündigte Fall of Serenity das fünfte Studioalbum Open Wide, O Hell an, veröffentlicht über Lifeforce Records. Bei diesem Album übernahm Fabian Hildebrandt von Deserted Fear die Drum-Recordings sowie das Mischen und Mastern.
Vorab erschienen drei Singles: I Don't Expect I Shall Return am 27. Dezember 2023, Wastelands am 15. Dezember 2023 und Darkness, I Command am 26. Januar 2024. Zusätzlich erschien der zuvor unveröffentlichte Song Chaos Reign am 26. Januar 2024 als vierte Single-Auskopplung auf einer auf 100 Stück limitierten und handnummerierten Musikkassette. Das Album wurde unter anderem auf dem Summer Breeze Open Air in Dinkelsbühl einem größeren Publikum vorgestellt.
Am 5. Juli 2024 wurde Open Wide, O Hell für den Preis der deutschen Schallplattenkritik in der Sparte Hard und Heavy nominiert. Ab April 2025 tourt Fall of Serenity gemeinsam mit Deserted Fear und der schwedischen Band Kvaen durch Deutschland.
Musikalischer Stil und Rezeption
Zu Beginn wurde Fall of Serenity mit traditionellen schwedischen Death-Metal-Bands wie Dismember, Unleashed und Grave verglichen. Auf Grey Man's Requiem coverte die Band Dismembers Casket Garden. Bei Royal Killing rückte die Gitarrenarbeit stärker in den Vordergrund; dadurch wurden Einflüsse von At the Gates und Edge of Sanity deutlicher. The Crossfire ließ laut Artikel die Grenze zwischen klassischem, hartem Death Metal und schwedischem Melodic Death Metal verschwimmen.
Auf Open Wide, O Hell spielt die Band weiterhin melodischen Death Metal, verbindet ihn aber stärker mit Black-Metal-Elementen. Black Metal bezeichnet hier eine besonders düstere, oft schroffe und extreme Metal-Spielweise. Das Legacy Magazin beschreibt den Stil zwischen Black Metal, Melodic Death Metal und Post-Punk. Decibel hebt düstere Rhythmen, schwebende Melodien und gutturalen, also tief-kehligen, Gesang hervor.
Die Rezeption von Open Wide, O Hell fiel in den genannten Medien sehr positiv aus. Legacy bewertete das Album mit 13/15 Punkten und lobte versteckte Momente, abrupte Wandlungen und gelungene Übergänge. Decibel vergab 8/10 Punkte und lobte Songwriting, Instrumentalbeherrschung und Produktion. Time for Metal bewertete das Album mit 9/10 Punkten und betonte die Verbindung von Melodic Death Metal mit Black Metal sowie Spuren von Post-Punk und Doom.
Veröffentlichungen und Nebenprojekte
Die Diskografie umfasst die Split-LP mit Heaven Shall Burn von 1999 sowie die Studioalben Grey Man’s Requiem (2001), Royal Killing (2004), Bloodred Salvation (2006), The Crossfire (2007) und Open Wide, O Hell (2024). Außerdem erschien 2000 die EP Smoldering Doom. 2024 wurde Open Wide, O Hell – The Singles als Musikkassette veröffentlicht.
Zu den Musikvideos gehören I Don't Expect I Shall Return und Wastelands aus dem Jahr 2023 sowie Darkness, I Command und Chaos Reign aus dem Jahr 2024. Das Video zu Darkness, I Command wurde von Willi Schaup beziehungsweise Drei Visionen inszeniert und produziert. Als Demo ist Demonstration Tracks von 2000 genannt.
Mehrere Mitglieder sind oder waren auch in anderen Projekten aktiv. John Gahlert ist Live-Bassist bei Deserted Fear. Eddy Langner spielt bei Kill the Lord Gitarre und Bass und schreibt mit dem ehemaligen Sänger Renè Betzold Songs für das Death-Metal-Projekt Colder. Eik Halle ist bei Path of Destiny als Schlagzeuger und bei Kali Yuga als Gitarrist aktiv. John Gahlert, Werner Riedl und Ferdinand Rewicki waren bei Deadlock aktiv.