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Earle R. Caley

Neben Forschungen in analytischer Chemie (Alkali- und Erdalkalimetalle, Verwendung von Jodwasserstoff bei der Analyse schlecht lösbarer Verbindungen) wandte …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Chemiker und Chemiehistoriker
  2. 2. Forschung und Auszeichnungen
  3. 3. Ausgewählte Veröffentlichungen

Chemiker und Chemiehistoriker

Earle Radcliffe Caley (* 14. Mai 1900 in Cleveland; † Februar 1984 in Columbus, Ohio) war ein US-amerikanischer Chemiker und Chemiehistoriker. Seine Arbeit verband analytische Chemie mit der Untersuchung archäologischer Fundstücke.

Er studierte Chemie am Case Institute of Technology und am Baldwin Wallace College und erwarb 1923 den Bachelor-Abschluss. An der Ohio State University erhielt er 1925 den Master-Abschluss und wurde dort 1928 bei Charles W. Foulk in analytischer Chemie promoviert. Das Thema seiner Dissertation lautete Direct determination of sodium. Nach einer Tätigkeit an der Princeton University, während der sein Interesse an Archäologie entstand, arbeitete er 1937 als Chemiker bei den Ausgrabungen in der Agora von Athen. Im Zweiten Weltkrieg war er Industriechemiker bei den Wallace Laboratories in New Brunswick, New Jersey. Ab 1946 lehrte er an der Ohio State University, zunächst als Associate Professor, bald als Professor; 1970 trat er in den Ruhestand.

Forschung und Auszeichnungen

In der analytischen Chemie untersuchte Caley Alkali- und Erdalkalimetalle. Außerdem befasste er sich mit der Verwendung von Jodwasserstoff bei der Analyse schlecht lösbarer Verbindungen.

Diese Kenntnisse setzte er auf kulturgeschichtliche Materialien ein: Er analysierte antike Münzen, Statuen, Glas und Pigmente aus dem Mittelmeerraum sowie aus anderen Teilen der Welt. Dadurch verband seine Forschung chemische Analyse mit der Erforschung antiker Gegenstände.

1966 erhielt Caley den Dexter Award sowie den John Frederick Lewis Prize der American Philosophical Society. 1967 wurde ihm vom Baldwin Wallace College die Ehrendoktorwürde verliehen.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Zu Caleys Arbeiten gehören Analytical Factors and Their Logarithms (1932) und The Composition of Ancient Greek Bronze Coins (1939). Seine Veröffentlichungen behandelten sowohl analytisch-chemische Methoden als auch antike Metalle und Materialien, etwa Analysis of Ancient Metals (1964) und Orichalcum and Related Ancient Alloys: Origin, Composition and Manufacture With Special Reference to the Coinage Of The Roman Empirem (1964).

Mit John Fitzgerald Clayton Richards veröffentlichte er 1956 Theophrastus on Stones mit Einleitung, griechischem Text, englischer Übersetzung und Kommentar. Als Herausgeber arbeitete er 1978 mit Johanna Schwind Belkin an Eucharius Rösslin the Younger, On Minerals and Mineral Products.

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