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Diomona

Geographie · Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) · Blaustirn-Blatthühnchen (Actophilornis africanus) · Silberreiher (Ardea alba) · Graureiher (Ardea cinerea) …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Lage und Bedeutung
  2. 2. Landschaft, Klima und Vogelwelt
  3. 3. Historische Entwicklung und Krisen
  4. 4. Bevölkerungsentwicklung
  5. 5. Landwirtschaft, Bildung und Verkehr

Lage und Bedeutung

Diomona, auch Diamona oder Diomana genannt, ist ein Dorf in der Landgemeinde Dessa im Departement Tillabéri der Region Tillabéri in Niger. Es liegt am linken Ufer des Flusses Niger und wird von einem traditionellen Ortsvorsteher (chef traditionnel) geleitet. Das Dorf befindet sich etwa sechs Kilometer südlich des Hauptorts Dessa und ist vor allem durch seine Lage am Niger, den Reisanbau und seine Bedeutung als Zufluchtsort für Menschen aus unsicheren Gebieten geprägt.

Landschaft, Klima und Vogelwelt

Diomona ist von mehreren Siedlungen umgeben: Satoni liegt im Nordwesten, Katanga im Nordosten, Nassiré und Gourwa im Südosten, Saba im Südwesten sowie Bandabaré und Satoni Gourma im Westen. Der Boden ist von Granit geprägt; ein Granit-Aufschluss verläuft von Nordwesten nach Südosten durch das Gebiet.

Das Klima gehört zur Sahelzone. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt zwischen 300 und 400 mm. Der Fluss und die umliegenden Feuchtgebiete bieten Lebensraum für zahlreiche Wasservögel. Eine Zählung im Januar 2004 erfasste 5135 Einzeltiere und 21 Arten. Zu den beobachteten Arten gehören unter anderem Flussuferläufer, Blaustirn-Blatthühnchen, Silberreiher, Graureiher, Purpurreiher, Rallenreiher, Kuhreiher, Graufischer, Teichralle, Stelzenläufer, Riedscharbe, Krokodilwächter, Löffelente, Pharaonenibis, Bruchwasserläufer, Grünschenkel und Spornkiebitz.

Historische Entwicklung und Krisen

Die Bella-Siedlungen Diomona, Katanga, Nassiré, Tondia und Wali wurden 1933 dem Kanton Dessa angeschlossen. Dieser Kanton war 1906 von der französischen Kolonialverwaltung eingerichtet worden. Aus dem Kanton Dessa entstand 2002 die heutige Landgemeinde Dessa.

Eine Untersuchung im Februar 1974 stellte bei den 5- bis 19-Jährigen eine Prävalenz, also einen Anteil Betroffener, von 20 Prozent für den Befall mit dem Saugwurm Schistosoma haematobium fest. Für die gesamte Dorfbevölkerung lag die Prävalenz bei 14 Prozent. Mit Finanzierung durch den Europäischen Entwicklungsfonds wurde 1992 ein 470 Hektar großes bewässerungsfeldwirtschaftliches Areal angelegt.

Diomona war wiederholt von Umwelt- und Sicherheitsproblemen betroffen. Bei Überschwemmungen Mitte August 2011 wurden sieben Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche überflutet, eine wichtige Straße beschädigt und 24 Dorfbewohner unmittelbar betroffen. Wegen der unsicheren Lage in der Region mussten Tausende Bauern ihre angestammten Dörfer verlassen. Im Juni 2020 waren über 500 Geflüchtete nach Diomona gelangt. Nach Morden und Diebstählen bewaffneter Gruppen in Kataka und Sanono am 25. und 27. Dezember 2021 flohen nochmals über 500 Menschen nach Diomona. Eine Untersuchung der nigrischen Regierung mit Unterstützung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen stufte das Dorf 2025 als einen von 1285 Orten in Niger ein, die hinsichtlich der Ernährungssicherheit äußerst verwundbar waren.

Bevölkerungsentwicklung

Die Einwohnerzahl Diomonas nahm zwischen 1988 und 2012 zu. Bei der Volkszählung 1988 wurden 829 Einwohner in 128 Haushalten erfasst. 2001 lebten 1027 Menschen in 138 Haushalten im Dorf. Bei der Volkszählung 2012 waren es 1341 Einwohner in 174 Haushalten.

Landwirtschaft, Bildung und Verkehr

Die wichtigste genannte landwirtschaftliche Tätigkeit ist der Reisanbau, der durch das bewässerungsfeldwirtschaftliche Areal unterstützt wird. Zur Grundversorgung gibt es ein Centre de Santé Intégré (CSI), also ein Gesundheitszentrum. Außerdem verfügt Diomona über eine Grundschule, einen Kindergarten und eine Koranschule.

Verkehrlich ist das Dorf über die drei Kilometer lange Route 656 mit der Nationalstraße 1 verbunden. Die Route 656 ist eine einfache Piste. Damit besteht eine Verbindung zwischen Diomona und dem überregionalen Straßennetz, auch wenn die Infrastruktur nur einfach ausgebaut ist.

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