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Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad

Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad ist ein deutsch-österreichischer ORF/ZDF-Fernsehfilm aus dem Jahr 2026 mit Matthias Koeberlin,

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Grunddaten und Einordnung
  2. 2. Mordfall auf dem Jahrmarkt
  3. 3. Verdächtige und Motive
  4. 4. Auflösung des Falls
  5. 5. Produktion und Veröffentlichung
  6. 6. Kritik und Einschaltquoten

Grunddaten und Einordnung

Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad ist ein deutsch-österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2026 und der 24. Film der Krimireihe Die Toten vom Bodensee. Regie führte Patricia Frey, das Drehbuch schrieben Jeanet Pfitzer, Frank Koopmann und Roland Heep. Die Hauptrollen spielen Matthias Koeberlin als Micha Oberländer, Anna Werner Friedmann als Mara Eisler und Hary Prinz als Thomas Komlatschek.

Der Film ist 90 Minuten lang, deutschsprachig und ab FSK 12 freigegeben. Produziert wurde er von Rowboat Film- und Fernsehproduktion und der Graf Filmproduktion GmbH. Die Musik stammt von Christopher Bremus, die Kamera führte Lukas Gnaiger, den Schnitt übernahm Nils Landmark. Der Titel bezieht sich auf die Tarotkarte „Rad des Schicksals“.

Mordfall auf dem Jahrmarkt

Micha Oberländer und Mara Eisler werden zum Bregenzer Jahrmarkt gerufen. Dort findet Bruno Kurka die erstochene Leiche einer 19-jährigen Frau in einer Gondel des Riesenrads. Die Schausteller, darunter die Wahrsagerin Peggy Renoldi und ihr Sohn Gino, behaupten zunächst, die Tote nicht gekannt zu haben. Nachts wird der Jahrmarkt vom Sicherheitsdienst Breg Protect bewacht; Dominic Wimmer arbeitet tagsüber am Hof seiner Eltern und nachts für diesen Sicherheitsdienst.

Gerichtsmediziner Egger stellt fest, dass das Opfer mit einem Schraubendreher erstochen wurde und in der elften Woche schwanger war. Ein Chip zur Essenszahlung führt die Ermittler zum Johann-Baptist-Gymnasium. Dort identifiziert der Mathe- und Physiklehrer Sascha Burgstaller die Tote als Lorena Meloyan. Lorena war illegal aus Armenien eingewandert, lebte seit zwei Jahren unter den Schaustellern, war eine begabte Mathematikschülerin, hätte in diesem Jahr maturiert und wollte Mathematik studieren. Ihr Vater, der ebenfalls für Bruno Kurka gearbeitet hatte, war sechs Monate zuvor an einem Herzinfarkt gestorben.

Verdächtige und Motive

Peggy Renoldi hatte Lorena am Vortag die Karten gelegt; dabei erschien auch das Schicksalsrad. Ein wichtiger Hinweis führt zu Doren Zaminski, die eine Reiseagentur für Reisen in den Kaukasus betreibt. Gino, Lorenas Freund, wirft ihr auf Grundlage von Lorenas Aufzeichnungen vor, Lorena und ihren Vater für 8000 Euro plus Zinsen nach Österreich geschleust zu haben. Nachdem bei Zaminski Reisepässe gefunden werden, gesteht sie, Menschen nach Österreich und Deutschland geschleust zu haben. Nach ihrer Aussage hatte Lorena in der Vorwoche ihre restlichen Schulden von 5000 Euro bezahlt.

Gino und Lorena wollten heiraten, doch Gino war nicht der Vater ihres Kindes. Außerdem hatte Lorena einen Abrechnungsfehler in den Finanzen des Riesenrads entdeckt, der Bruno Kurka benachteiligte. Die Schausteller vermuten zunächst, Tassilo Kurka könne der Vater sein, weil er knapp drei Monate zuvor mit Lorena auf einer Exkursion in Frankfurt war. Tatsächlich war Tassilo zur Tatzeit mit Dominic Wimmer in der Geisterbahn; die beiden sind ein Paar, was nur Lorena wusste.

Später zeigt sich, dass Sascha Burgstaller der Vater von Lorenas Kind war. Die 5000 Euro für Zaminski stammten von ihm. Er wollte seine Frau Romy für Lorena verlassen. Romy Burgstaller behauptet, nicht gewusst zu haben, dass Lorena von ihrem Mann schwanger war.

Auflösung des Falls

Die Spurensicherung findet bei Peggy Renoldi die Tatwaffe: einen Schraubendreher, eingewickelt in ein Tuch und mit der DNA von Doren Zaminski. Auch Zaminskis Büro wird vom Sicherheitsdienst Breg Protect überwacht. Dominic Wimmer gesteht, den Schraubendreher versteckt zu haben, bestreitet aber den Mord an Lorena.

Wimmer und Tassilo Kurka wollten eine Bar in Wien eröffnen. Sascha Burgstaller hatte für ihren Kredit gebürgt. Wimmer hatte Sascha mit der Tatwaffe am Tatort gesehen und ihn anschließend erpresst. Lorena hatte Burgstaller gesagt, dass sie nur wegen des Geldes mit ihm geschlafen hatte. Am Ende wird Sascha Burgstaller von der Polizei festgenommen.

Produktion und Veröffentlichung

Die Dreharbeiten zu Schicksalsrad, dessen Arbeitstitel Teufelstanz war, fanden gemeinsam mit dem 25. Teil Im Schattenreich und dem 26. Teil Himmelskind am Bodensee und in der Umgebung statt. Neben wiederkehrenden Drehorten wie dem Polizeipräsidium in Lauterach wurde vor allem beim Bregenzer Frühlingsfest gedreht, einem jährlich im Mai stattfindenden Volksfest. Als Schul-Drehort diente das Bundesgymnasium Gallusstraße in Bregenz.

Produziert wurde der Film von der Graf Filmproduktion GmbH und Rowboat Film- und Fernsehproduktion; beteiligt waren der Österreichische Rundfunk und das Zweite Deutsche Fernsehen. Weitere wichtige Gewerke waren unter anderem Chris Bremus für die Musik, Judith Limberger für das Casting, Hjalti Bager-Jonathansson für den Ton, Michaela Weniger für das Szenenbild, Heike Werner für das Kostümbild sowie Birgit Beranek und Ariane Gmeiner für die Maske.

Auf ORF ON wurde der Film am 11. Jänner 2026 veröffentlicht, die Erstausstrahlung auf ORF 2 folgte am 12. Jänner 2026. Für ZDF.de war zunächst der 21. Januar 2026 geplant, für das ZDF der 26. Januar 2026. Nach einer kurzfristigen Programmänderung wurde stattdessen die 18. Folge Atemlos aus dem Jahr 2024 wiederholt. Der neue Sendetermin im ZDF wurde der 13. April 2026.

Kritik und Einschaltquoten

Die Kritiken fielen gemischt bis eher zurückhaltend aus. Tilmann P. Gangloff schrieb auf evangelisch.de, die Geschichte entspreche in vielerlei Hinsicht dem üblichen Krimigeschehen, doch das Jahrmarktumfeld schaffe reizvolle Nebenebenen. Außerdem sorgten die Dialoge im Ermittlungs-Team für heitere Abwechslung.

Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit vier von zehn Punkten. Er fand das Jahrmarkt-Setting zwar nett, meinte aber, es werde zu wenig genutzt. Auch der Fall selbst und die zwischenmenschlichen Beziehungen reichten seiner Einschätzung nach nicht aus, weshalb der Krimi insgesamt langweile.

Die Erstausstrahlung auf ORF 2 am 12. Jänner 2026 sahen bis zu 738.000 und durchschnittlich 685.000 Personen; der Marktanteil betrug 25 Prozent. Die deutsche Erstausstrahlung am 13. April 2026 im ZDF erreichte 6,11 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer bei einem Marktanteil von 25,9 Prozent.

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