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Das ist geschenkt
Das ist geschenkt ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahre 1934 von Norman Z. McLeod. Das Drehbuch entstand nach einer Erzählung des …
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Überblick
Das ist geschenkt ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1934. Regie führte Norman Z. McLeod, das Drehbuch schrieben Jack Cunningham und W. C. Fields. Grundlage waren eine Erzählung von W. C. Fields und das Theaterstück The Comic Supplement von J. P. McEvoy. Der Film dauert 73 Minuten, wurde auf Englisch gedreht und am 30. November 1934 uraufgeführt. In Deutschland lief er am 31. Dezember 1971 in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln im dritten Programm des NDR.
Im Mittelpunkt steht Harold Bissonette, gespielt von W. C. Fields. Die Komödie zeigt mit vielen Gags und satirischen Seitenhieben auf das kleinbürgerliche Leben, wie Harold versucht, seinem unglücklichen Alltag als Ladenbesitzer und Familienvater zu entkommen.
Handlung
Harold Bissonette besitzt einen Laden in New Jersey. Zu Hause steht er unter dem Druck seiner Familie: Seine Frau Amelia ist streitsüchtig und herrscht im Haus, sein Sohn Norman wird als unausstehlich beschrieben, und seine Tochter Mildred ist sehr verliebt. Mithilfe von Mildreds Freund John Durston kauft Harold für 5000 Dollar eine Orangenplantage in Kalifornien. Seiner Frau erzählt er nichts davon.
Harold wird immer frustrierter, weil er eigentlich nicht als Geschäftsinhaber geeignet ist. Im Laden geschehen ständig kleinere Unglücke. Auch nachts findet er keine Ruhe, da Amelia nörgelt. Als er auf dem Balkon schlafen will, wird er durch laute Nachbarn, Kinder, Versicherungsvertreter und den Milchmann immer wieder gestört.
John findet heraus, dass die gekaufte Plantage wertlos ist, weil dort keine Orangen wachsen können. Harold glaubt ihm jedoch nicht und reist mit seiner Familie und dem Familienhund nach Kalifornien. Die Fahrt wird immer wieder durch kleine Katastrophen unterbrochen.
In Kalifornien entpuppt sich Harolds Besitz als heruntergekommene Bretterbude in einer staubigen, von Unkraut bedeckten Ödnis. Amelia verlässt ihn wütend mit den Kindern. Kurz darauf erscheint der Nachbar Charles Abernathy und erklärt, dass zwei Eisenbahnbesitzer das Land für 25.000 Dollar kaufen wollen. Amelia will, dass Harold das Angebot annimmt, doch er verhandelt weiter. Am Ende erhält er 44.000 Dollar und zusätzlich eine gute Orangenplantage, die Bluebird-Plantage. Dort kann Harold schließlich ein ruhiges Leben genießen, während seine Frau und die Kinder für die Gemeinde arbeiten.
Entstehung und Produktion
Im Film tritt die Musikgruppe Avalon Boys auf, die tatsächlich existierte. Zu ihr gehörten Chill Wills, der hier sein Filmdebüt gab, Don Brookins, Art Green und Walter Trask.
Für das Szenenbild waren Hans Dreier, der in Deutschland geboren wurde, und John B. Goodman verantwortlich. Die letzte Szene auf der neuen Orangenplantage wurde auf dem Grundstück von W. C. Fields in Encino gedreht.
Das zugrunde liegende Theaterstück war bereits 1924 von A. Edward Sutherland unter dem Titel It's the Old Army Game verfilmt worden; auch dort spielte W. C. Fields die Hauptrolle. Fields schrieb die Erzählung unter dem Pseudonym Charles Bogle. Einige Szenen enthalten Sketche, die Fields schon als Vaudeville-Darsteller gespielt hatte. Vaudeville war eine Form der Bühnenunterhaltung mit kurzen Nummern wie Komik, Musik und Artistik.
Der Film gehört zu den 700 Produktionen von Paramount Pictures, die zwischen 1929 und 1949 entstanden und deren Fernsehrechte 1958 an Universal Pictures verkauft wurden.
Kritische Bewertung
Die zeitgenössischen Kritiken fielen unterschiedlich aus. Andre Sennwald von der New York Times nannte den Film bei seiner Veröffentlichung die „beste Filmkomödie am Broadway“ und ein „Gesellenstück“, das sein Publikum „angemessen befriedigt“. Variety urteilte zurückhaltender: Der Film habe „keine Handlung, keine Spannung“, und seine Witze unterhalb der Gürtellinie seien vor allem für Zuschauer bestimmt, die diese Art Humor mögen.
Spätere Kritiker bewerteten Das ist geschenkt deutlich positiver. Der Film gilt heute als eines der besten Werke von W. C. Fields. Der TimeOut Filmguide bezeichnete ihn als „Meisterstück“ und hob das „unnachgiebige Tempo“ hervor, das ihn „mühelos zu der zerstörerischsten Komödie der 1930er Jahre“ mache. Richard Schickel sah den Film trotz Schwächen in der Inszenierung als sehenswert an, weil er eine Abfolge der besten Gags von W. C. Fields in dessen unverwechselbar minimalistischem Komikstil biete.
Das Lexikon des internationalen Films beschreibt Das ist geschenkt als Komödie „mit vielen satirischen Seitenhieben auf das Kleinbürger-Leben.“
Auszeichnungen und Bedeutung
2010 wurde Das ist geschenkt in das National Film Registry aufgenommen. Dort werden US-amerikanische Filme bewahrt, die als besonders erhaltenswert gelten. Es war bereits die dritte Komödie mit W. C. Fields, die diese Auszeichnung erhielt.
Im selben Jahr nahm das Time-Magazin den Film in seine Liste der besten 100 Filme von 1923 bis 2005 auf. Außerdem führt das American Film Institute Das ist geschenkt auf Platz 58 der 100 besten amerikanischen Komödien aller Zeiten.