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Das U-Boot

Das U-Boot (The Universal Boot Loader) ist eine Bootstrap-Software, die auf unterschiedlichen Prozessoren, insbesondere auf Mikrocontrollern, lauffähig ist …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Einsatz
  2. 2. Anpassung, Bedienung und Linux-Bezug
  3. 3. Entwicklungszyklus

Aufgabe und Einsatz

Das U-Boot („The Universal Boot Loader“) ist eine Bootstrap-Software, also ein Bootloader: Sie startet auf einem Gerät die weitere Software. U-Boot läuft auf verschiedenen Prozessorarchitekturen, besonders auf Mikrocontrollern, darunter PowerPC, ARM, AVR32, MIPS, Blackfin, x86 und RISC-V. Es wird hauptsächlich in Embedded Systems eingesetzt, also in eingebetteten Computersystemen.

Entwickler ist DENX Software Engineering. Das Programm ist in C geschrieben, steht unter der GPL und ist damit Freie Software. Als aktuelle Version wird 2026.04 vom 6. April 2026 angegeben.

Anpassung, Bedienung und Linux-Bezug

Beim Kompilieren lässt sich U-Boot flexibel konfigurieren. Dadurch können spezielle Varianten für unterschiedliche Anwendungsfälle erzeugt werden. Auch während der Laufzeit ist das Verhalten anpassbar: Dafür gibt es umfangreiche Kommandozeilenbefehle, eine Shell namens Hush aus dem BusyBox-Projekt und persistent speicherbare Umgebungsvariablen. Persistent bedeutet, dass diese Variablen gespeichert bleiben.

Die Entwicklung ist stark an Linux angelehnt; Teile des Quellcodes stammen von Linux. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Booten von Linux-Images. U-Boot kann mit einem Cross-Compiler auf einem x86-PC für die jeweilige Zielplattform kompiliert werden. Unterstützende Toolchains sind crosstool, das Embedded Linux Development Kit (ELDK) und OpenEmbedded.

U-Boot geht auf den 8xx-PowerPC-Bootloader 8xxROM von Magnus Damm zurück. Nach dem Umzug zu SourceForge hieß das Projekt PPCBoot, weil Projektnamen dort nicht mit Ziffern beginnen durften. Im November 2002 erfolgte die Umbenennung in U-Boot, nachdem weitere Architekturen unterstützt wurden. Da U-Boot zunächst für PowerPC entwickelt wurde und damals nicht auf ARM-Prozessoren lief, spaltete sich ARMboot als heute eigenständiges Projekt ab. Das Projekt ist inzwischen von SourceForge auf eine eigene GitLab-Instanz umgezogen.

Entwicklungszyklus

Der Entwicklungsprozess ähnelt dem von Linux. Ein Entwicklungszyklus dauert zwei Monate. In den ersten zwei Wochen, dem Merge Window, können neue Funktionen eingebracht werden. Danach werden für das nächste Release nur noch Änderungen aufgenommen, die vorhandene Fehler beheben.

Änderungen werden als E-Mails mit dem jeweiligen Patch an die U-Boot-Mailingliste gesendet. Ein Patch ist eine Änderung am Quellcode.

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