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Bootstrapping (Informatik)
Bootstrapping (veraltet auch Urladeverfahren bzw. Urladen) bezeichnet in der Informatik einen Prozess, der auf einem einfachen System ein komplexeres System …
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Begriff und Bedeutung
Bootstrapping bezeichnet in der Informatik einen Prozess, bei dem ein einfaches System ein komplexeres System aktiviert. Damit wird ein Henne-Ei-Problem gelöst: Ein System soll sich mithilfe eigener Bestandteile selbst starten.
Ein typischer Anwendungsfall ist der Start eines Computers. Dabei setzt ein erster, einfacher Mechanismus die Software in Gang, die anschließend weitere Software startet, insbesondere das Betriebssystem. Auch bei einer Softwareinstallation spricht man von Bootstrapping, wenn zunächst das Installationsprogramm selbst aktualisiert wird, bevor die eigentliche Installation beginnt.
Die älteren deutschen Bezeichnungen „Urladeverfahren“ und „Urladen“ gelten als veraltet.
Herkunft des Ausdrucks
Der Ausdruck „bootstrapping“ wurde in den frühen 1950er-Jahren in den Computer-Jargon übernommen. Als Bezug wird Robert A. Heinleins 1941 veröffentlichte Kurzgeschichte „By His Bootstraps“ genannt.
Das Bild beschreibt eine scheinbar unmögliche Selbsthilfe: Nach einer englischen Redewendung zieht sich jemand an den eigenen Stiefelriemen, den „bootstraps“, über einen Zaun. Vergleichbar ist die Erzählung vom Baron Münchhausen, der sich selbst am eigenen Schopf aus einem Sumpf zieht.