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Damon, oder die wahre Freundschaft
Damon, oder die wahre Freundschaft ist ein Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing in einem Aufzug. Thema des Theaterstückes ist der Unterschied zwischen …
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Werk und zentrales Thema
„Damon, oder die wahre Freundschaft“ ist ein deutschsprachiges Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahr 1747. Es besteht aus einem Aufzug und war Lessings erster Versuch als Theaterautor. Im Mittelpunkt steht der Gegensatz zwischen Freundschaft und Liebe: Zwei Freunde werben um dieselbe Frau und müssen zeigen, welchem Gefühl sie Vorrang geben.
Figurenkonstellation
Damon und Leander sind beste Freunde und zugleich Freier einer jungen, schönen Witwe. Auch Oronte, ein Vetter Damons, wirbt um die Witwe. Lisette ist deren Bedienstete. Die Witwe liebt Damon und Leander, kann sich aber zunächst nicht für einen von beiden entscheiden.
Konflikt und Prüfung
Die Handlung spielt entweder in einem Saal im Haus der Witwe oder in ihrem Garten. Da Regieanweisungen fehlen, kann der Regisseur den Schauplatz wählen.
Damon und Leander wollen einander die Witwe nicht streitig machen, weil ihnen ihre Freundschaft wichtiger ist. Lisette schlägt deshalb vor, die Witwe solle demjenigen ihr Ja-Wort geben, der ein Handelsgeschäft in Indien erfolgreicher abschließt. Zugleich überredet sie Leander, durch eine List die Gunst der Witwe zu gewinnen und Damon auszubooten.
Leander erfährt zunächst, sein Schiff sei auf der Rückfahrt aus Indien gesunken. Er hält eine Verbindung mit der Witwe daher für aussichtslos und stimmt Lisettes Plan zu. Den vermeintlichen Verlust verschweigt er Damon. Stattdessen verlangt er von ihm das Versprechen, dass jeder dem anderen bei einem Unglück mit seinem Vermögen helfen werde, selbst wenn dadurch die Gunst der Witwe verloren gehe. Damon sagt sofort zu, weil für ihn die Freundschaft an erster Stelle steht.
Auflösung
Schließlich stellt sich heraus, dass Leanders Schiff glücklich im Hafen eingelaufen ist, während Damons Schiff untergegangen ist. Dadurch wird Leanders Untreue gegenüber seinem Freund sichtbar. Die Witwe entscheidet sich für Damon: Er ist zwar nicht der erfolgreichere Handelsmann, hat aber die „größere Seele“ bewiesen.
Leander schämt sich und möchte sich verabschieden, weil er sich der Freundschaft nicht mehr würdig fühlt. Damon verzeiht ihm jedoch. Damit beweist Damon erneut, dass seine Freundschaft auch nach Leanders Fehlverhalten Bestand hat.