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Brompentafluorid
Molekülgeometrie. Bearbeiten. Brompentafluorid besitzt gemäß dem VSEPR-Modell eine quadratisch-pyramidale Molekülgeometrie. Die vier FBrF-Winkel betragen …
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Einordnung und Grunddaten
Brompentafluorid ist eine anorganisch-chemische Interhalogenverbindung aus Brom und Fluor. Die Summenformel lautet BrF₅; ein weiterer Name ist Brom(V)-fluorid. Es ist eine farblose Flüssigkeit mit stechendem Geruch. Die molare Masse beträgt 174,896 g·mol⁻¹, die Dichte 2,46 g·cm⁻³. Die CAS-Nummer ist 7789-30-2.
Gewinnung
Brompentafluorid kann durch direkte Reaktion von Brom mit Fluor hergestellt werden:
Br₂ + 5 F₂ → 2 BrF₅
Physikalische und chemische Eigenschaften
Brompentafluorid ist an der Luft stark rauchend und zersetzt sich in Wasser. Es greift fast alle Materialien an. Der Schmelzpunkt liegt bei −60,5 °C, der Siedepunkt bei 40,8 °C. Der Brechungsindex beträgt 1,3529 bei 25 °C.
Mit organischen Verbindungen kann es sehr heftig, unter Umständen explosiv, reagieren. Der Stoff selbst ist unbrennbar, fördert jedoch Brände stark und kann mit brennbaren Stoffen auch ohne zusätzliche Zündquelle einen Brand auslösen. Trockenes Glas wird bei gewöhnlicher Temperatur langsam angegriffen, Quarzglas dagegen praktisch nicht.
Molekülstruktur
Nach dem VSEPR-Modell besitzt BrF₅ eine quadratisch-pyramidale Molekülgeometrie. Vier Fluoratome bilden die quadratische Grundfläche, ein weiteres Fluoratom steht als Spitze axial. Die vier F–Br–F-Winkel betragen 84,8°.
Die axiale Br–F-Bindung ist 168,9 pm lang; die vier planaren Br–F-Bindungen haben jeweils eine Länge von 177,4 pm. Das freie Elektronenpaar am Bromatom ist axial angeordnet, damit es möglichst großen Abstand zu den Fluoratomen hat. Die Molekülsymmetrie entspricht der Punktgruppe C₄v.
Verwendung und Sicherheit
In der anorganischen Chemie wird Brompentafluorid zur Fluorierung verwendet.
Der Stoff ist giftig, brandfördernd und verursacht Verätzungen. Er soll kühl und trocken gelagert werden. Als Gefahrenhinweise sind H271, H301, H311, H330 und H314 angegeben; die zugehörigen Sicherheitshinweise umfassen P210, P280, P301+310+330, P303+361+353, P304+340+310 sowie P305+351+338+310. Für die Schweiz wird eine MAK von 0,1 ml·m⁻³ beziehungsweise 0,7 mg·m⁻³ genannt.