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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Bootstrapping (Syntaktik)

Syntaktisches Bootstrapping bezieht sich damit auf abgeleitete Informationen über syntaktische Eigenschaften von Wörtern in ihrer Position im Satz und Anwendung …

Grundidee und Funktionsweise

Bootstrapping, auch semantisches oder syntaktisches Bootstrapping genannt, ist ein Konzept der Sprachwissenschaft und Entwicklungspsychologie. Es wurde von Steven Pinker und Lila Gleitman entwickelt und soll erklären, wie Kinder beim Sprechenlernen die Bedeutung unbekannter Begriffe erschließen.

Kinder verwenden bereits vorhandenes Sprachwissen als Einstiegshilfe, um weiteres Sprachwissen aufzubauen – auch auf einer anderen Sprachebene. Wortbedeutungen können sie aus nichtverbaler Kommunikation, aus dem Zusammenhang, aus Hinweisen auf bereits bekannte Personen oder Dinge und aus der verwendeten Grammatik ableiten.

Eine zentrale Annahme ist, dass Kinder semantische Kategorien wie „Person“ oder „Sache“ mithilfe einer Reihe von Verbindungsregeln (linking rules) miteinander verknüpfen. Zusammen mit angeborenem Wissen über Wortkategorien hilft ihnen die Anwendung dieser Regeln, syntaktische Regeln zu entdecken.

Syntaktisches Bootstrapping bezeichnet dabei den Schluss von der Stellung eines Wortes im Satz auf seine syntaktischen Eigenschaften. Diese gewonnenen Informationen wenden Kinder anschließend auf neue Fälle an, in denen Wörter in denselben syntaktischen Positionen vorkommen.

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