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Blütendiagramm
Als Blütendiagramm bezeichnet man in der Botanik einen schematischen Grundriss einer Blüte. Das Diagramm stellt die Morphologie einer Blüte meist anschaulicher …
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Bedeutung und Aufbau
Ein Blütendiagramm ist in der Botanik ein schematischer Grundriss einer Blüte. Es zeigt ihre Morphologie, also ihren Bau und die Anordnung ihrer Teile, meist anschaulicher als eine Blütenformel.
Die Symbole der Blütenteile werden in konzentrischen Kreisen oder in einer Spirale angeordnet. Bei Blüten an einer Hauptachse werden auch die Achse und das Tragblatt eingetragen. Wichtige dargestellte Teile sind:
- Abstammungsachse
- Tragblatt und Vorblatt
- Kelchblätter; ihre Gesamtheit heißt Kelch (Calyx)
- Kronblätter; ihre Gesamtheit heißt Krone (Corolla)
- Staubblätter; ihre Gesamtheit heißt Androeceum
- Fruchtblätter; ihre Gesamtheit heißt Gynoeceum
Ein Beispiel ist das Diagramm einer fünfzähligen Blüte, also einer Blüte, deren Blütenkreise jeweils fünf Teile aufweisen können.
Arten von Blütendiagrammen
Empirische Blütendiagramme bilden die tatsächlichen Verhältnisse einer Blüte ab.
Theoretische Blütendiagramme enthalten zusätzlich Deutungen. So können beispielsweise auch die Positionen von Staubblättern eingezeichnet werden, die in der Blüte ausgefallen sind.
Nutzen bei der Pflanzenbestimmung
Blütendiagramme werden häufig in botanischen Lehrbüchern und Bestimmungsliteratur verwendet. Äußerlich können Blüten verschiedener Pflanzenarten gleich oder fast gleich aussehen. Ihr innerer Aufbau kann jedoch Unterschiede zeigen und dadurch eine sichere Bestimmung ermöglichen.
Deshalb ist ein Blütendiagramm oft aussagekräftiger als ein Foto der äußeren Blüte oder eine Habituszeichnung, also eine Zeichnung der gesamten äußeren Gestalt einer Pflanze.