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Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften
... Gemeinwirtschaft AG, ist eine Beteiligungsgesellschaft mehrerer deutscher Gewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Sie war mit den anderen …
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Unternehmen und Zweck
Die BGAG Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften GmbH war eine Beteiligungsgesellschaft mehrerer deutscher Gewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Frühere Namen waren Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften AG und Beteiligungsgesellschaft für Gemeinwirtschaft AG. Zusammen mit anderen Gewerkschaftsunternehmen war sie im Bundesverband der gemeinwirtschaftlichen Unternehmen e. V. verbunden.
Die BGAG-Holding hatte die Aufgabe, das Vermögen der beteiligten Gewerkschaften zu vermehren. Ihr Beteiligungsportfolio umfasste vor allem Finanzdienstleistungen, Immobilien sowie Verlage und Unternehmen aus dem Bereich Information und Wissen.
Beteiligungen
Im Bereich Finanzdienstleistungen und Beratung gehörten unter anderem folgende Unternehmen zum Beteiligungsbereich der BGAG:
- Die Bank für Gemeinwirtschaft (BfG Bank, heute SEB AG); 50 % wurden 1986 verkauft, der Rest im Jahr 2000.
- Die Volksfürsorge Versicherung AG, die bis 1993 zur BGAG gehörte und heute Teil des AMB Generali Konzerns ist.
- Die Internationale Genossenschaftsbank AG in Basel mit einer Beteiligung von 46,1 %.
- Die Bank für Spareinlagen und Vermögensbildung AG (BSV), später Direktbank (DiBa), heute ING-DiBa; 49 % wurden 1998 an ING verkauft, weitere 21 % im Jahr 2001 und die restlichen Anteile 2003.
- Die Westdeutsche Kreditbank GmbH (WTB) in Köln, die Bau- und Handelsbank AG in Frankfurt, die Beratungsgesellschaft für Gewerbebau mbH (BEGEBAU), das Beamtenheimstättenwerk (BHW) bis 2005 und die Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) bis Dezember 2005. Die AHBR wurde an die Investmentgesellschaft Lone Star verkauft.
Zu den Immobilienbeteiligungen zählten die Neue Heimat Städtebau und ihre Tochtergesellschaften bis 1998, die Allgemeine Wohnungsvermögens AG (ALLWO) bis 1996, die co op AG bis 1989, die Baubecon Holding in Hannover bis 2005, die GGI mbH für Gewerbeimmobilien sowie die Boswau & Knauer AG in Bremen.
Im Bereich Information und Wissen gehörten die Büchergilde Gutenberg Verlags GmbH bis 1998, der Bund-Verlag bis Dezember 2008, die ISA CONSULT GmbH (in Liquidation), die einblick Verlagsgesellschaft mbH, die Union Druckerei und Verlagsanstalt GmbH, deren operative Tätigkeit zum 31. Dezember 2003 eingestellt wurde, die Gemeinwirtschaftliche Datenverarbeitungs-GmbH sowie die Deutsche Druck- und Verlages GmbH und Co. KG zum Umfeld der BGAG.
Entwicklung und Verkäufe
Die BGAG wurde 1974 aus der BfG Bank gegründet. Mehrere bereits im Besitz der Gewerkschaften befindliche Unternehmen, darunter die Neue Heimat Hamburg, wurden in die BGAG eingegliedert.
Ein wichtiger Einschnitt war der fehlgeschlagene Verkauf der Neuen Heimat für 1 DM im Jahr 1986 an Horst Schiesser. Danach wurde die Neue Heimat abgewickelt. Ein großer Teil ihrer Wohnungsbestände wurde teilweise mit erheblichem Verlust an Wohnungsbaugesellschaften der Bundesländer verkauft.
Zur weiteren Entschuldung veräußerte die BGAG schrittweise sämtliche Beteiligungen im Bereich Finanzdienstleistungen. Zuletzt wurden Ende 2005 die BHW-Anteile an die Postbank und die AHBR an den US-Finanzinvestor Lone Star verkauft. Auch die Volksfürsorge wurde veräußert; sie gehört heute zum AMB Generali Konzern, einer Tochter der italienischen Generali.
2001 gründete die BGAG eine nach Walter Hesselbach benannte Stiftung. Sie fördert Initiativen einzelner Bürger und Gruppen sowie wissenschaftliche Arbeiten und kulturelle Veranstaltungen. Gefördert werden Vorhaben zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, zur sozialen Integration, zu Toleranz und sozialem Ausgleich. Wissenschaftliche Arbeiten können diese Themenfelder untersuchen.
Am 22. September 2006 wurde bekannt, dass ein größeres Immobilienpaket der GGI mit 46 Objekten an englische oder US-amerikanische Investoren verkauft werden sollte. Dazu gehörten zehn Gewerkschaftshäuser im Osten, darunter das Volkshaus Leipzig, sowie ein Gewerkschaftshaus im Altbundesgebiet. Der Verkaufsvertrag mit dem Fondsmanagementunternehmen Cerberus wurde am 18. Dezember 2006 unterschrieben. 2009 konnte ver.di das Volkshaus Leipzig zurückerwerben.
Geschäftsführung
Die Geschäftsführung der BGAG wechselte in folgenden Zeiträumen:
- Hans Matthöfer war von 1987 bis 1997 Geschäftsführer.
- Rolf-Jürgen Freyberg leitete das Unternehmen von 1997 bis 2005.
- Seit 2006 sind Helmut Balthasar und Thomas Oberle Geschäftsführer.